Märkischer Sportverein Zossen 07 e.V.
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MSV I - Motzen I  3:2

Mit dem knappen Sieg gegen Motzen ist der ersten Männermannschaft doch noch rein recht versöhnlicher Jahresabschluß gelungen. Gegen den gleichen Gegner hatte man im Sommer noch 7:1 gewonnen und damit erstmalig in der MSV-Geschichte die Tabellenspitze der Kreisliga erobert, doch die Zeiten haben sich mittlerweile wieder normalisiert. Der MSV wurde ins triste Tabellenmittelfeld durchgereicht, Motzen hat sich nach einer katastrophalen Anfangsphase wieder etwas gefangen und den Anschluß ans Mittelfeld wieder hergestellt. Somit begegneten sich beide Teams diesmal auf einer Augenhöhe.

Die Gäste erwischten dabei den besseren Start. Bereits nach rund vier Minuten gingen sie mit 0:1 in Führung, nachdem sie die Zossener Defensive mit einem schnell vorgetragenen Angriff üerraschen konnten. In der Folgezeit bestimmte Wacker das Geschehen, während die Hausherren sich von diesem Schock zunächst nicht erholen konnten. Erst zum Ende der ersten Halbzeit fand der MSV seinen Rhythmus und Motzen hatte Glück, dass der Schiedsrichter beide Augen zudrückte und einen der ihren nach einer Notbremse nicht vom Platz stellte.

Im zweiten Durchgang passierte zunächst nicht viel Aufregendes, dennoch stand es auf einmal 1:1. Oliver Röll erwischte den gegnerischen Keeper auf dem falschen Fuß und sein haltbarer Schuß zappelte im Netz. Motzen reagierte mit wütenden Angriffen und ging nach einem Kopfball in der 65. Minute erneut in Führung. Wenig später rettete der Pfosten für den MSV. Doch die Gastgeber behielten die Nerven und warteten geduldig auf Fehler des Gegners. Diese stellten sich auch prompt ein und wurden eiskalt, wenn auch mit etwas Glück, ausgenutzt. Jan Freier zog aus 25 Metern einfach mal ab und erzielte das 2:2 - erneut sah der Motzener Keeper nicht sonderlich gut aus. Somit wurde die Schlußphase noch einmal richtig spannend. Zunächst forderten die Gäste in der 77. Minute einen Foulstrafstoß, stießen damit aber beim Referee auf taube Ohren - eine nicht ganz unstrittige Entscheidung. Einige Minuten später zeigte sich, dass Trainer René Krüger diesmal ein glückliches Händchen mit seinen Einwechslungen hatte. Der eingewechselte David Reichert eroberte sich im Mittelfeld den Ball, zog auf rechts außen und schlug von dort eine butterweiche Flanke in den Motzener Strafraum. Der ebenfalls eingewechselte Göran Howitz brauchte nur noch den Kopf in die Flugbahn zu halten und erzielte den 3:2-Siegtreffer.

Mit diesem Erfolg hat man wieder etwas Luft zu den kritischen Plätzen und man kann die Vorbereitung auf den Rest der Rückrunde konzentriert und ohne große Hektik angehen.

Tore: Röll, Freier, Howitz

MSV I - Wernsdorf I  2:3

Erneut enttäuschte die erste Männermannschaft bei einem Heimspiel. Dabei führte man bis zehn Minuten vor Spielende mit 2:1 und vor allem, auf welche Art und Weise diese Führung aus der Hand gegeben wurde, war mehr als bitter.

Die erste Halbzeit ist schnell erzählt. Beide Teams begegneten sich auf gleicher Augenhöhe. Die Gäste hatten zwar die etwas besseren Möglichkeiten, aber im Großen und Ganzen war das 0:0 zum Seitenwechsel verdient.

Die zweite Hälfte wurde dann bedeutend aufregender. Die MSV-Elf kam etwas forscher aus der Kabine und ging folgerichtig durch Oliver Röll, mit einer schönen Direktabnahme aus der Drehung, mit 1:0 in Front. Doch Wernsdorf brauchte nicht lange, um auszugleichen. Auch dieser Treffer - Distanzschuß knapp hinter der Strafraumgrenze - war schön anzusehen. Doch die Gastgeber zeigten sich zunächst nicht geschockt und drängten sofort auf das nächste Tor. Dieses ließ auch nicht lange auf sich warten und war gleichzeitig das Schönste an diesem Tag. Andreas Senff setzte sich auf der rechten Seite mit einer schönen Einzelleistung durch, zog in den Strafraum und war dann noch eiskalt genug, den Ball mit der Hacke zum 2:1 einzunetzen. Was dann aber folgte, war für viele Zuschauer unbegreiflich. Zossen verlor nicht nur Roberto Schemmel mit einer unnötigen Gelb-Roten Karte, sondern auch mehr und mehr die Bindung zum Spiel. Selbst erfahrene Spieler wie David Heners, Mathias Haß oder Jan Freier ließen sich von der aufkommenden Nervosität mehr und mehr anstecken und konnten keine Ruhe mehr in das Geschehen bringen. Dadurch wurde Frankonia wieder stark gemacht und es folgten zahlreiche brenzlige Situationen. Selbst als es wieder zahlenmäßig ausgeglichen war - ein Wernsdorfer ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen und kassierte den roten Karton - wurde es nicht besser. Statt nun aber die Lage erstmal in der Defensive zu stabilisieren, rannten die Zossener Spieler in der 81. Minute kopflos in einen Konter, der zum 2:2 führte. Es sollte noch schlimmer kommen: die Nachspielzeit war bereits angezeigt und erneut vertändelte man einen bereits sicher geglaubten Ball in der Vorwärtsbewegung und Wernsdorf gelang tatsächlich noch der 2:3-Siegtreffer.

Somit bleibt der MSV im Niemandsland der Tabelle und der Abstand zu den Abstiegsplätzen verringert sich merklich. Am nächsten Sonntag, dem letzten Punktspiel in diesem Jahr, gastiert zum Rückrundenauftakt Wacker Motzen beim MSV.

Aufstellung: Heners, Haß, Russlies, Wickert, Ruden, Schemmel, Röll, Freier, Ausner, Bohne, A. Böcker (Senff)
Tore: Röll, Senff

MSV I - SG Schulzendorf I  0:3

Es bleibt dabei: die erste Männermannschaft kann zu Hause gegen Schulzendorf nicht gewinnen. Zum dritten mal hintereinander kassierte man gegen die grün-beleibten Gäste eine klare Niederlage auf eigenem Geläuf. Diese jedoch war für die MSV-Fans eine ganz besonders bittere Pille. Denn derart leblos und uninspiriert hat man die Zossener Elf in dieser Saison noch nicht gesehen - und das gegen eine Mannschaft, die tief im Abstiegskampf steckt.

Schon im ersten Durchgang zeichnete sich ab, dass die Hausherren weit unter Form und nur halbherzig agierten. Das 0:1 nach knapp 20 Minuten war der beste Beleg dafür: ein schwerwiegender Abwehrfehler ermöglichte der SG den Treffer. Zwar hatte Zossen im ersten Durchgang noch drei hochkarätige Möglichkeiten zum Ausgleich, die aber allesamt kläglich vergeben wurden, doch das ungute Gefühl, dass hier heute nichts zu holen ist, blieb.

Dies wurde im zweiten Durchgang auch bestätigt. Die Gastgeber kamen nun überhaupt nicht mehr gefährlich vor das gegnerische Tor, überhaupt schien jeder Spieler nur für sich selbst zu spielen, gegenseitige Anfeuerung zum Beispiel war Fehlanzeige. Die Schulzendorfer hingegen schienen zu wissen, um was es ging und kauften der Zossener Elf zumindest kämpferisch den Schneid ab. Das 0:2 und kurz vor Schluß das 0:3 war daher auch hochverdient.

Aufstellung: Heners, Conrad (Haß), Russlies, Bujack, Freier, Ruden, Rabe (Röll), Ausner, Wickert, A. Böcker (Howitz), Senff

MSV I - Mellensee I  2:1

Der freie Fall nach vier Niederlagen in Serie ist gestoppt und wenigstens das zweite „große“ Derby konnte erfolgreich gemeistert werden. Das Spiel als solches kann aber relativ schnell vergessen werden, dafür waren die Leistungen beider Teams zu bieder.

Die Nervosität auf beiden Seiten war deutlich zu spüren. Der RSV muss seit etlichen Wochen auf viele Leistungsträger verzichten und hatte sich gerade erst wieder aus dem Tabellenkeller freigekämpft. Aber auch Zossens Trainer René Krüger musste mit Martin Bohne und Jan Freier auf zwei sehr wichtige Spieler verzichten, Dennis Conrad stand aufgrund einer Verletzung nur als Wechselspieler zur Verfügung. Daher besaß die Absicherung des eigenen Strafraums zunächst oberste Priorität. Im Großen und Ganzen war der MSV dann aber doch einen Tick besser als die Gäste. Nennenswerte Möglichkeiten gab es zwar nicht wirklich, die Bemühungen waren aber zumindest zu erkennen. Nach rund 25 Minuten kamen dann die Gäste etwas besser in die Partie und gingen dann auch prompt in Führung. Eine Ecke wurde zu kurz abgewehrt, der Schuß von der Strafraumgrenze war hart und platziert und daher nicht zu halten – 0:1. Zossen benötigte etwas Zeit, um sich dann von diesem Schock zu erholen, reagierte dann aber mit wütenden Angriffsversuchen, die allerdings ohne Durchschlagskraft blieben. Auch hier führte erst eine Standardsituation zum Erfolg. Nach einem Freistoß war Hendrik Rabe zur Stelle und vollendete per Kopfball zum 1:1. 

Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild zunächst wenig, doch es gab wenigstens vereinzelt einige gute Strafraumszenen. Zunächst vergaben auf Seiten der Platzherren Göran Howitz und Andreas Böcker gute Chancen leichtfertig. Zumindest letztgenannter machte seinen Fauxpas allerdings etwas später wieder gut, indem er den 2:1-Siegtreffer erzielte. Einige Mellenseer reklamierten hier zwar eine Abseitsposition, doch wenn, war es passives Abseits. Doch noch waren ungefähr 15 Minuten zu spielen. Glücklicherweise konnte die Abwehr um Mathias Haß viele gegnerische Angriffe bereits im Ansatz unterbinden, kurz vor Schluß gab es aber noch einmal aber einen Aufreger im Zossener Strafraum. Zweimal konnten die Schußversuche in größter Not abgeblockt werden, im dritten Versuch ging der Ball aus Nahdistanz glücklicherweise deutlich über das MSV-Gehäuse. In dieser Situation ist die Zossener Elf nur haarscharf an der Punkteteilung vorbeigeschrammt. Nur wenig später ertönte dann aber der Schlusspfiff dieser fair geführten Begegnung und die Erleichterung in den Reihen der Gastgeber war deutlich zu spüren.  Aufstellung: Heners, Haß, T. Böcker, Russlies (Lupp), Ruden, Howitz (Röll), Rabe, Ausner, Wickert (Conrad), Senff, A. Böcker
Tore: Rabe, A. Böcker

Wünsdorf I - MSV I  3:2

Vierte Niederlage in Folge – die erste Männermannschaft durchlebt bis jetzt eine Saison der Extreme. Nach einem überaus geglückten Saisonstart, der die Mannschaft zeitweilig sogar an die Tabellenspitze katapultierte, kehren nun die ersten Erinnerungen an die letzte Saison zurück. Noch hat man zwar ein gewisses Punktepolster, aber vor allem die Leistung in den ersten 65 Minuten war bedenklich.

Zwar hatte Zossen nach rund zehn Minuten durch Andreas Senff die große Möglichkeit in Führung zu gehen, doch dann überließ man unverständlicherweise den Hausherren das Geschehen. Begünstigt wurde Wünsdorf dabei noch von einer Schiedsrichterentscheidung, die aus MSV-Sicht ziemlich unglücklich war. Eine Hereingabe in den Zossener Strafraum bekam Mathias Haß ohne Absicht an den Arm. Da aber dadurch die Flugrichtung des Balles eindeutig abgelenkt wurde, blieb der Pfiff des Schiedsrichters nicht aus. Der fällige Strafstoß führte zum 1:0. Als wenig später ein Wünsdorfer Akteur nach einer Tätlichkeit vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, stieg beim Zossener Anhang die Hoffnung wieder, doch der Umschwung blieb leider aus. Die Gastgeber waren auch weiterhin das bessere Team und vor allem spielerisch blieb bei der Zossener Elf vieles nur Stückwerk. Daher war das 2:0 hochverdient, auch wenn es ein sehr glücklicher Treffer war. Aus rund 23 Metern zog ein Wünsdorfer Stürmer einen Abpraller einfach mal ab, MSV-Keeper David Heners kam nur noch mit den Fingerspitzen ran, konnte das Geschoß aber nicht mehr entscheidend ablenken, so das der Ball hinter ihm noch über die Linie trumpfte.

Das Geschehen wurde aus Zossener Sicht auch in der zweiten Halbzeit nicht besser – im Gegenteil; nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff segelte eine Hereingabe von links in den Gäste-Strafraum und viel zu leicht konnte der MTV auf 3:0 erhöhen. Dies war natürlich bereits eine Vorentscheidung und erst jetzt konnten die Zossener Fans ein Aufbäumen ihres Teams erkennen. Doch wirklich durchdachte Aktionen besaßen weiterhin Seltenheitswert, die Wünsdorfer Unterzahl war weiterhin nicht zu erkennen. Bezeichnend für diesen Tag war dann in der 68. Minute, dass der wirklich erste schöne Spielzug der Gäste zu einem Treffer durch Andreas Böcker führte, dem seitens des Schiedsrichter-Trios die Anerkennung verwehrt blieb. Warum der Assistent bei der Flanke von der Grundlinie allerdings ein Abseits gesehen hat, bleibt wohl allein sein Geheimnis. Mit der Wut im Bauch packte der MSV nun die Brechstange aus. Das 3:1 durch Jan Freier fiel ähnlich wie vorher das 2:0 und auch hier sah der Keeper nicht sonderlich glücklich aus (75. Minute). Wenig später verkürzte Toni Böcker mit einem leicht abgefälschten Freistoß auf 3:2, doch alle weiteren Bemühungen blieben glücklos. Zu allem Überfluß handelte sich Freier nach einer weiteren strittigen Entscheidung des Referees noch die Ampelkarte ein.

Unterm Strich also eine verdiente Derby-Niederlage, vor allem, weil man in der Offensive erneut viel zu zurückhaltend agierte und man es nicht verstand, die numerische Überzahl konsequent auszunutzen.

Aufstellung: Heners, Conrad (Haß), Ruden, T. Böcker, Wickert. Howitz, Russlies (Rabe), Ausner, Freier, A. Böcker (Röll), Senff
Tore: Freier, T. Böcker

MSV I - Mittenwalde I  0:3

Die Euphorie ist endgültig verflogen. Nach dem überraschend guten Saisonstart ist die erste Männermannschaft endgültig auf dem Boden der Tatsachen angekommen und muss ihren Blick nun endgültig wieder Richtung Mittelfeld richten.

Dabei muss die Art und Weise, wie die Niederlage zustande kam, für Trainer René Krüger mehr als ärgerlich sein. Wie bereits in der Vorwoche gegen Niederlehme, agierte sein Team in der ersten Halbzeit wie von allen guten Geistern verlassen. Die Zweikämpfe wurden nicht angenommen, kaum ein durchdachter Spielzug, Leichtsinnsfehler usw. usf. Der Gegner, der keineswegs übermächtig agierte, wurde zum Toreschießen quasi eingeladen. Selbst Keeper David Heners, bisher der beständigste Zossener, reihte sich in die Leistung seiner Vorderleute ein. Die Partie war noch keine zehn Minuten alt, als er sich einen schweren Fehler leistete, durch den die Gäste zum 0:1-kamen. Von diesem frühen Rückstand konnte sich Zossen kaum erholen und der BSV nutzte dies gnadenlos aus. Noch vor dem Pausenpfiff erzielte man noch zwei weitere Treffer und diese waren auch hochverdient.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die MSV-Elf dann etwas besser, wobei Mittenwalde angesichts der klaren Führung nur noch drauf aus war, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Wenn Zossen im Angriff etwas kaltschnäuziger gewesen wäre, hätte diese Taktik sich vielleicht auch als falsch erweisen können, doch leider bleibt der Konjunktiv nunmal nur Konjunktiv. Insgesamt blieb Zossen in der Offensive einfach zu einfallslos, auch wenn man aufgrund der Bemühungen wenigstens einen Treffer verdient gehabt hätte. In der Schlußviertelstunde kam Mittenwalde dann noch zu einigen Kontermöglichkeiten, doch ein Treffer fiel im zweiten Durchgang letztendlich nicht mehr.

Aufstellung: Heners, Haß, Lupp, Russlies, Wickert, Conrad, Rabe (Jurkscheidt), Röll (S. Wetzel), Freier, Bohne, Senff (Howitz)

MSV I - Waltersdorf II  0:4

Nun ist es also doch passiert: die erste Männermannschaft musste ihre erste Punktspielniederlage hinnehmen. Gegen den haushohen Aufstiegsfavoriten aus Waltersdorf ist die Niederlage aber zu verkraften, zudem ist sie wenigstens um zwei Tore zu hoch ausgefallen. So eindeutig war die Leistung der RSV-Akteure dann doch nicht.

Leider agierten die Hausherren vor allem im ersten Durchgang zu ängstlich, dann wäre hier eventuell etwas mehr drin gewesen. Denn Waltersdorf bestimmte zwar ganz klar das Geschehen auf dem Platz, doch fand lange Zeit keine geeigneten Mittel, um die Zossener Abwehr zu überrumpeln. Zwei klare Möglichkeiten konnte der RSV in rund 40 Minuten verzeichnen, mehr nicht. Da man ansonsten die Angriffe immer wieder abfangen konnte, hatte man auf Zossener Seite mehrmals die Gelegenheit zum Kontern, doch wie bereits angesprochen, fehlte in diesen Situationen mal der Mut zum Dribbling oder zum Doppelpaß, um die Aktionen gewinnbringender abzuschließen. Die Gäste hingegen konnten sich dann per Doppelschlag zu den denkbar ungünstigsten Zeitpunkten eine sehr gute Ausgangssituation schaffen: In der 41. Minute fand man dann doch eine Lücke in der Zossener Abwehr und erzielte das 0:1.

Nach dem Wiederanpfiff war die zweite Halbzeit noch keine zwei Minuten alt und Waltersdorf erhöhte auf 0:2. Hier befand sich die gesamte MSV-Mannschaft wahrscheinlich noch in Gedanken in der Kabine. Dass man aber nicht ganz chancenlos war, bewies man in den folgenden 20 Minuten. Die Gäste verloren ihren Faden und die Hausherren spielten nun mutiger nach vorne. Durch Martin Bohne und Andreas Böcker kam man auch zu zwei 100%tigen Möglichkeiten, die leider nicht zum Anschlußtreffer genutzt werden konnten. Wäre dieser gefallen, wäre es wahrscheinlich noch einmal spannend geworden. Doch Waltersdorf fand rechtzeitig wieder in die Spur zurück und bestrafte in der Schlußphase Fehler in der Zossener Defensive eiskalt. Zunächst konnte man die fehlende Zuordnung bei einem Einwurf ausnutzen, die einem Gäste-Spieler eine ungehinderte Flanke ermöglichte, kurz vor dem Abpfiff wurde ein Konter schnörkelos zum 0:4-Endstand abgeschlossen.

Bedanken möchte sich die Mannschaft an dieser Stelle trotz der Niederlage bei den Fans für die bisherige Unterstützung bei den Heimspielen – weiter so!!!

Aufstellung: Heners, Haß, Bujack, T. Böcker (Lupp), Rabe, Russlies (Senff), Röll, Freier, Wickert, Bohne, A. Böcker

MSV I - Preußen Blankenfelde/Mahlow II  0:0

MSV-Coach René Krüger reagierte enttäuscht auf das Spiel seiner Mannschaft. Hatte sie in der Vorwoche beim 4:0-Erfolg noch spielerisch mehr als überzeugt, war in dieser Partie leider nicht mehr viel davon zu sehen. Da aber auch die Gäste die meiste Zeit weit unter ihren spielerischen Möglichkeiten blieben, wurde es eine niveauarme Partie, die sich hauptsächlich zwischen den Strafräumen abspielte. Demzufolge gab es nur wenig Chancen. 

Das angebliche Spitzenspiel zwischen dem derzeitigen Tabellendritten und –vierten hielt also bei weitem nicht, was es versprach. In der ersten Halbzeit waren die Preußen sogar das etwas bessere Team, doch glücklicherweise konnten sie aus ihrer optischen Überlegenheit nur wenig Kapital schlagen. Erst nach rund 25 Minuten konnte die erste große Gelegenheit für die Gäste verzeichnet werden, doch der Ball wurde freistehend am Tor von Keeper David Heners vorbeigeschoben. Von den Platzherren war in der Offensive bis dato kaum etwas zu sehen. Die beiden Stürmer Martin Bohne und Andreas Senff rannten und ackerten viel, doch fehlten ihnen präzise Zuspiele. Einzig der früh für den verletzten Dennis Conrad eingewechselte Eric Wickert sorgte für etwas Gefahr, doch seine Hereingabe in der 40. Minute fand keinen Abnehmer.

Auch in den zweiten 45 Minuten verbesserte sich das Geschehen auf dem Platz nicht wesentlich. Blankenfelde fand gegen die sicher stehende MSV-Abwehr keine geeigneten Mittel und falls man doch mal zum Abschluß kam, gingen die Schußversuche deutlich über oder neben das Tor. Aber auch bei den Gastgebern blieb im Spiel nach vorne weiterhin vieles Stückwerk, wirklich Aufregung gab es nur ca. eine Viertelstunde vor dem Abpfiff, als nach einem Konter Bohne allein im gegnerischen Strafraum auftauchte, doch zu ungenau abschloß. Letzten Endes blieb es also das, was es war: ein typisches 0:0-Gegurke, mit dem aber beide Teams ihre derzeitige Platzierung halten konnten.

Aufstellung: Heners, Haß, Bujack, T. Böcker, Conrad (Wickert), Rabe, Röll, Russlies, Freier, Senff, Bohne

Heidesee I - MSV I  0:4

Die erste Männermannschaft bleibt weiterhin siegreich und damit gleichzeitig Tabellenführer der Kreisliga.

Doch obwohl der Erfolg am Ende recht deutlich ausfiel, gab es für Trainer René Krüger immer noch Schwachpunkte zu entdecken. Dazu gehört, dass seine Mannschaft immer eine gewisse Zeit benötigt, um in die Partien zu finden. So auch an diesem Tag: die ersten 15 Minuten agierte man zu passiv und zu pomadig. Stärkere Gegner hätten dies ohne Zweifel nachteilig ausgenutzt. Dann aber wachte der MSV auf und kam zu den ersten Möglichkeiten. Es dauerte noch bis zur 25. Minute, ehe der erste Treffer fiel. Eine schöne Ballstafette landete bei Jan Freier, der schickte Martin Bohne mit einem Pass in die Tiefe auf Reisen und dieser schob eiskalt zum 0:1 ein. Rund sieben Minuten später konnte er zum 0:2 einlegen, diesmal ging der Assist-Point an Hendrik Rabe, der das Tor über die rechte Seite einleitete. Dieser Doppelschlag sollte gleichzeitig auch schon die Vorentscheidung gewesen sein. Die Gastgeber hatten einen mehr als schwachen Tag erwischt und blieben in der restlichen Zeit sowohl in der Offensive harmlos als auch in der Defensive überaus anfällig.

Die Gäste dominierten demzufolge auch im zweiten Durchgang das Geschehen. In der 52. Minute kam der aufgerückte Toni Böcker zu seinem ersten Saisontreffer, nachdem er kurz zuvor noch eine 100%tige Kopfballchance ausgelassen hatte. Mit der sicheren Führung im Rücken ließ es Zossen nun etwas ruhiger angehen, ohne aber den Gegner zurück ins Spiel kommen zu lassen. In der 83. Minute sorgte Dennis Conrad dann per Foulstrafstoß, nachdem Andreas Böcker nur noch regelwidrig gestoppt werden konnte, für den 0:4-Endstand. Leider wurde der Ausgang der Partie durch den Platzverweis von Daniel Ausner, kurz vor Spielende, getrübt. Der sonst sehr souverän agierende Schiedsrichter meinte eine Tätlichkeit gesehen zu haben. Eine Entscheidung, die für den Zossener Trainer, allein schon aufgrund des klaren Spielstandes, nicht nachvollziehbar war.

Die Tabellenführung wurde somit für eine weitere Woche gesichert. Doch kein Grund zur Überheblichkeit. Bis auf Sperenberg war bis jetzt kein Gegner dabei, der vor der Saison als sogenannter "Kracher" eingestuft wurde und am nächsten Spieltag wartet der ambitionierte Aufsteiger aus Blankenfelde, der ebenfalls überraschend gut in die Saison gestartet ist.

Aufstellung: Heners, Haß, T. Böcker, Bujack (Russlies), Rabe, Conrad, Ausner, Röll, Jan (Wickert), A. Böcker, Bohne (Howitz)
Tore: Bohne (2), T. Böcker, Conrad

MSV I - Großbeeren I  1:0

Durch diesen Sieg steht die erste Männemrannschaft wieder an der Tabellenspitze der Kreisliga. Doch übertriebene Erwartungen dürfen damit nicht geweckt werden, denn dieser Erfolg war sehr glücklich und vor allem in der Anfangsphase Keeper David Heners zu verdanken. Zudem machen sich in der zunehmend dunkler werdenden Jahreszeit allmählich die  unzureichenden Trainingsbedingungen bemerkbar. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Mannschaft vernünftig damit umgeht und von seiten der Stadt endlich etwas passiert.

Die Anfangsphase der Partie geht, wie bereits erwähnt, ganz klar an die Gäste. Mehrmals musste Heners Kopf und Kragen riskieren, um sein Team im Spiel zu halten. Die Zossener Elf wirkte lange Zeit gehemmt und unentschlossen. Es bedurfte erst der Mithilfe des Gegners, um wachgerüttelt zu werden - und dies kam einem Paukenschlag gleich. Andreas Senff nutzte einen kapitalen Abwehrfehler zu einem schönen Heber und plötzlich stand es 1:0. Nun war auch der MSV im Geschenen angekommen und das Spiel war ausgeglichen. Man hatte sogar die Möglichkeit, die Führung auszubauen, doch ein Freistoß von Oliver Röll flog knapp über das Tor und Martin Bohne konnte den Grün-Weißen Keeper in einer 1:1-Situation nicht überwinden.

Im Verlauf des zweiten Durchgangs machten sich auf Zossener Seiten allmählich schwindende Kräfte bemerkbar. Man versuchte die Führung über die Zeit zu retten, was in einigen Situationen beinahe nach hinten los gegangen wäre. Allerdings konnten die Gäste die optische Überlegenheit nicht nutzen. Der MSV reagierte hingegen nur noch, hatte aber dennoch einige vielversprechende Kontermöglichkeiten. Ein Kopfball von Röll landete nur an der Latte und ein Schuß von Mathias Haß wurde von einem Großbeerener Abwehrspieler für dessen bereits geschlagenen Torwart abgeblockt.

Somit blieb es beim knappen und glücklichen 1:0-Erfolg, der für Trainer René Krüger noch viele Baustellen ersichtlich machte.

Aufstellung: Heners, Conrad, Russlies, T. Böcker, Wickert (Bujack), Rabe, Ausner, Röll, Freier, Senff (Haß/Lupp), Bohne
Tor: Senff

Pokal: MSV I - Großziethen I  0:1

Die erste Niederlage in der Saison 2011/12 sorgte für das Pokal-Aus in der ersten Runde. Eine Tatsache, die sich - um ehrlich zu sein - verschmerzen lässt, wenn es dafür im Liga-Betrieb weiter so geht, wie bisher.

Zossens Trainer René Krüger musste aus verschiedenen Gründen seine Formation auf etlichen Positionen umstellen, was dem Spiel seines Teams vor allem in der ersten Halbzeit auch anzumerken war. In der Offensive hatte man im ersten Durchgang kaum eine nennenswerte Möglichkeit und die Gäste waren bedeutend länger im Ballbesitz. Doch die MSV-Defensive war wie in den letzten Punktspielen zuverlässig und ließ ihrerseits recht wenig zu. Wenn der Aufsteiger gefährlich wurde, dann geschah dies meist durch Einzelaktionen. Zudem gab es einige Situationen, in denen das Schiedsrichtergespann auf Abseits entschied, die doch etwas kritisch waren.

Im zweiten Durchgang wurde es dann etwas ausgeglichener. Die SG hatte zwar immer noch mehr von der Partie, doch nun wurden auch die Hausherren etwas mutiger. Auf beiden Seiten gab es einige Möglichkeiten, wodurch das Spiel lange offen blieb. Ca. acht Minuten vor dem Abpfiff fiel dann aber doch das Tor des Tages. Zwar reklamierten die MSV-Spieler auf Abseits und auch Spieler aus Großziethen gaben nach dem Spiel zu, das dem tatsächlich so gewesen wäre, doch alles in allem war der Treffer verdient. Kurz vor Schluß hatte dann Andreas Böcker mit einem Kopfball die Riesen-Gelegenheit, die Verlängerung zu erzwingen, doch völlig freistehend köpfte er deutlich vorbei. Kurz darauf war Schluß in einer über weite Strecken sehr faire Partie.

Aufstellung: Heners, Haß, Bujack, Russlies, Conrad (Freier), Röll, Wickert, Ausner, Steinhöfer (A. Senff), Bohne, A. Böcker

Ragow I - MSV I  0:1

Erneut konnte sich der MSV auswärts drei wichtige Punkte für einen Mittelfeldplatz sichern. Das Spiel an sich war allerdings wenig berauschend, am Ende aber ist es vollkommen egal. Das nackte Ergebnis zählt und das stimmt zuversichtlich – sieben Punkte aus den ersten drei Punktspielen!

Dabei war die Partie von Beginn an sehr zerfahren. In einer Begegnung zweier schwacher Teams war der MSV glücklicherweise etwas stärker. Die Defensive stand sicher und meldete die gegnerische Offensivabteilung nahezu vollständig ab. Im Spiel nach vorne setzte man zumindest hin und wieder Nadelstiche, doch ansonsten blieb es sehr verhalten. Das hier aber eindeutig mehr drin gewesen wäre, war nach rund einer halben Stunde zu sehen. Der MSV zog kurzzeitig die Zügel an und prompt fiel das 0:1. Martin Bohne war der Torschütze und es sollte das Tor des Tages sein. Die Gäste zogen sich kurz darauf wieder zurück und warteten den gegnerischen Ansturm ab, der aber nicht statt fand.

Auch im zweiten Spielabschnitt besserte sich das Geschehen auf dem Platz nicht. Zossen spielte den Schuh routiniert, aber ohne Eigeninitiative herunter, Ragow präsentierte sich auf eigenem Geläuf wie ein Abstiegskandidat. Erst in der Schlußphase wurde es etwas turbulenter. Die Gastgeber merkten nun, dass die Zeit gegen sie tickt und mit dem Mut der Verzweiflung drückte man nun doch auf den Ausgleich. Der MSV musste 2-3 brenzlige Situationen überwinden und wäre fast für seine Nachlässigkeit bestraft worden, doch am Ende konnte der volle Erfolg unter Dach und Fach gebracht werden. 

Aufstellung: Heners, Conrad, T. Böcker, Bujack, Ausner, Wickert, Ruden, Rabe, Freier, A. Senff (Haß), Bohne (Russlies)
Tor: Bohne

MSV I - Sperenberg I  2:2

Trainer René Krüger kann sich über einen gelungenen Saisonstart freuen. Mit vier Punkten aus zwei Spielen befindet sich seine Mannschaft im Soll, was Mut für die weiteren Aufgaben macht. Es wurde aber auch deutlich, dass die Partie gegen Motzen kein Maßstab war, denn die Sperenbegrer bewiesen, dass sie ein ungleich härteres Kaliber sind.

Die erste Halbzeit verlief noch relativ ausgeglichen. Beide Mannschaften agierten zunächst eher abwartend und lauerten auf Fehler des Gegners. Dieser ereignete sich nach rund einer Viertelstunde auf Seiten des KSV tatsächlich. Ein Rückpass zum eigenen Keeper geriet zu kurz und Martin Bohne nutzte diesen Blackout zum 1:0. Allerdings konnte der MSV diesen Schwung nicht lange mitnehmen. Nur rund zehn Minuten später erzielten die Gäste mit einem schönen Schuß von der Strafraumgrenze den Ausgleich. Hierbei zeigte die gesamte Zossener Mannschaft jedoch ein höchst fahrlässiges Defensivverhalten.  Dies war dann auch gleichzeitig der Pausenstand.

Auch der zweite Durchgang endete schließlich unentschieden. Zunächst waren die Hausherren wieder tonangebend, doch viele Angriffe wurden zu leichtfertig durch Fehlpässe ooder überhastete Abschlüsse aus der Hand gegeben. Dennoch konnte man wieder in Führung gehen. In der 55. Minute gab es einen Zweikampf im Sperenberger Strafraum, in dessen Folge Jan Freier zu Boden ging. Der bis dahin souveräne Schiedsrichter reagierte zunächst nicht, sein Assistent hob jedoch ohne zu zögern die Fahne, woraufhin der Referee auf den Elfmeterpunkt zeigte. Letzten Endes eine strittige Entscheidung. Der Ball wurde zwar gespielt, doch es knallte dabei über den ganzen Platz. Wie dem auch sei, Mannschaftsführer Freier verwandelte gewohnt sicher zum 2:1. Unverständlicherweise gaben die Gastgeber nach diesem Treffer nach und nach die Initiative aus der Hand. Sperenberg spielte nun mit aller Macht auf den Ausgleich und dieser fiel dann in der 80. Minute. Leider wurde Zossen in der 88. Minute ein weiterer Treffer aberkannt, aufgrund einer angeblichen Abseitsentscheidung. Auch dies war mehr als strittig, letzten Endes aber eher ausgleichende Gerechtigkeit. Was aber gerecht war, war die Punkteteilung. Beide Mannschaften zeigten vor allem in der zweiten Halbzeit guten Kreisliga-Fußball und beide hätten den Sieg verdient gehabt. Von daher kann man gut mit diesem Ergebnis leben.

Aufstellung: Heners, Haß, Bujack, Russlies, Conrad (Lupp), Rabe, Wickert, Ausner (Steinhöfer), Freier, Howitz, Bohne
Tore: Freier, Bohne

Wacker Motzen I - MSV I  1:7

Zum ersten mal seit Bestehen des MSV grüsst die erste Männermannschaft von der Tabellenspitze. Klar, diese Tatsache hat keinerlei Aussagewert, aber warum nicht kurz genießen? Vor allem, wenn es Schlagzeilen wie "Vom Kellerkind zum Spitzenreiter" hervorruft.

Aber genug der überschwänglichen Worte. Trotz des eindeutigen Sieges war Trainer René Krüger nicht hundertprozentig zufrieden. Nach seinen Eindrücken war das Ergebnis etwas zu deutlich ausgefallen. Motzen hielt in der Anfangsphase gut mit und hätte bei mehr Cleverness auch in Führung gehen können. Jedenfalls ließ die erste Viertelstunde nicht erkennen, wohin die Reise dann letztendlich ging. Doch 13 ganz starke Minuten der Gäste stellten die Weichen auf Sieg. Zunächst erzielte Martin Bohne in der 17. Minute die Führung, kurz darauf lenkte ein Motzener Spieler eine Flanke von Jan Freier in das eigene Tor, in der 30. Minute erzielte Patrick Ruden dann das 0:3. Mit dieser sicheren Führung im Rücken überwand der MSV die restlichen Minuten bis zur Halbzeit.

Im zweiten Durchgang ließen die Zossener zunächst nicht viel anbrennen, im Gegenteil: Andreas Senff erzielte kurz vor seiner Ausweschlung das 0:4. Für ihn kam kurz darauf Andreas Böcker in die Partie und auch er konnte sich gleich auszeichnen. Nach rund einer Stunde Spielzeit machte er mit seinem Treffer zum 0:5 alle Messen klar. Angesichts des klaren Spielstandes zog dann der Schlendrian in die MSV-Reihen ein, u.a. führte die Nachlässigkeit zum Motzener Ehrentreffer. Erst in der Schlußphase agierten die Gäste dann wieder etwas konsequenter. Bohne erzielte noch zwei weitere Treffer zum 1:6 und 1:7.

Rundum also ein gelungener Saisonauftakt, der aber auf keinen Fall überbewertet werden darf. Was der Erfolg wert ist, wird sich am kommenden Sonntag zeigen, wenn die ambitionierten Sperenberger um den Ex-Zossener Christoph Jachan zu Gast sind. Vor allem, weil das MSV-Team aufgrund diverser Spielerausfälle auf einigen Positionen umgebaut werden muss.

Aufstellung: Heners, Conrad, Bujack, Russlies, Ruden (Wickert), Röll, Ausner (Howitz), Freier, Rabe, Senff (A. Böcker), Bohne
Tore: Bohne (3), Böcker, Senff, Ruden, Eigentor 

 

Saison 2010/11

Relegationsspiel: MSV I - Union Bestensee II  3:0

Die Erleichterung bei den Zossener Spielern, Trainern und Fans war nach dem Schlußpfiff mehr als deutlich zu spüren - in manch Sportberichterstattung wäre auch von einem "kollektiven Aufatmen" die Rede gewesen. Durch einen klaren 3:0-Erfolg konnte das Aushängeschild des Vereins den zweiten Abstieg der Abteilung Fußball in einer Saison (nachdem die Zweite den bitteren Gang in die 2. Kreisklasse antreten musste) abwenden.

Der Spielausgang war zudem hochverdient. Dabei kam dem MSV die frühe Führung natürlich sehr gelegen. In der achten Minute setzte Jan Freier einen Freistoß an das Lattenkreuz, Göran Howitz staubte aus Nahdistanz zur umjubelten Führung ab. Mit diesem Treffer im Rücken kontrollierten die Zossener über weite Strecken das Geschehen, ohne vom Gegner wirklich ernsthaft gefordert zu werden. Erst in den letzten 15 Minuten des ersten Durchgangs wurden die Unioner etwas gefährlicher, aber Zossen präsentierte sich in der Defensive an diesem Tag sehr stark und abgeklärt, zudem erwies sich Keeper David Heners als sicherer Rückhalt. Ansonsten war die Partie sicherlich kein Augenschmaus, aber wie erwähnt, nach der frühen Führung konnte Zossen gelassen auf die Reaktion des Gegners warten.

Das die Mannschaft von René Krüger die knappe Führung aber nicht über die Zeit schaukeln wollte, bewies sie nach dem Wiederanpfiff. Freier schlug in der 51. Minute einen Traumpass auf Andy Böcker und dieser vollstreckte sicher zum 2:0. Nur wenig später entschied Martin Bohne mit seinem 3:0 endgültig die Partie. Bei Bestensee war nun deutliche Resignation zu spüren, erst kurz vor dem Abpfiff hatte man die erste ernsthafte Möglichkeit aus dem Spiel heraus, doch Heners blieb bei einer 1:1-Situation der Sieger. Auf Zossener Seite feierten die Fans ihre Spieler während man sehnsüchtig den Schlußpfiff des souveränen Schiedsrichters herbeisehnte.

Bleibt zu hoffen, dass dieser Erfolg ein Startschuß in eine etwas bessere Zukunft für die Abteilung Fußball war, denn Mannschaft und Zuschauer präsentierten sich als Einheit, die man bisher so nicht kannte. Aber auch aus den anderen MSV-Abteilungen waren viele Mitglieder vor Ort, so dass dieser Tag sicherlich dazu beigetragen hat, dass das Fusions-Konstrukt MSV Zossen 07 sich weiter zu einem verschworenen Verein entwickelt.

Zossener Mannschaft: David Heners, Marcus Schulze, David Lupp, Mathias Haß, Jens Bujack, Benjamin Russlies, Robert Klühsendorf, Eric Wickert, Dennis Conrad, Jan Freier, Hendrik Rabe, Oliver Röll, Göran Howitz, Toni Böcker, Martin Bohne, Andreas Böcker 
Tore: Howitz, A. Böcker, Bohne

Dahlewitz I - MSV I  0:5

Mit einem deutlichen 0:5-Kantersieg hat sich die erste Männermannschaft das Nachsitzen in der Saison 2010/11 gesichert.

In der entscheidenden Partie um den Relegationsplatz hatte man gegenüber dem Tabellenletzten aus Dahlewitz den Vorteil von drei Punkten und drei Toren Vorsprung - doch angesichts der blamablen 0:4-Pleite in der Vorwoche gegen Friedersdorf kamen bei dem ein oder anderen leise Zweifel auf, ob das wirklich reichen könnte. Und beinahe wurden diese Zweifler bestätigt. Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr, schließlich hatten sie just an diesem Wochenende 90-jähriges Vereinsjubiläum gefeiert und man wollte verständlicherweise diese Festlichkeiten nicht mit einem Abstieg beenden. Zossen hingegen fand nur schwer in das Spiel und hatte nach zehn Minuten großes Glück, dass eine Dahlewitzer Torchance nur als Lattentreffer endete.
Erst nach rund 20 Minuten bekam der MSV das Geschehen allmählich besser in den Griff. Angetrieben von rund 20 lautstarken Fans (die Zweite hatte extra ihr Punktspiel vorverlegt, um die Mannschaft unterstützen zu können) arbeitete sich die Elf in die Partie. Nach rund 37 Minuten fiel dann der umjubelte Führungstreffer für die Gäste durch Andreas Senff. Dieser Treffer war der erste große Knackpunkt für die Blau-Weißen.

Der zweite folgte kurz nach Wiederanpfiff, als sich ein Dahlewitzer zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ und dafür zurecht die Rote Karte sah. Nun war Zossen jederzeit Herr der Lage und ließ kaum noch nennenswerte Dahlewitzer Aktionen zu. Endgültig entschieden war die ganze Sache durch das 0:2 durch Jan Freier. Nun konnte Zossen vollends auf Konter spielen und legte dadurch noch drei weitere Treffer nach. Der eingewechselte Andreas Böcker konnte sich für seinen Doppelpack zum 0:3, bzw. 0:4 bejubeln lassen, ebenso wie in der Nachspielzeit David Lupp für sein 0:5.

Nun muss die Mannschaft von René Krüger drei spielfreie Wochen überstehen, bevor es am 25.06. zum großen Showdown um den Klassenerhalt geht. Gegner in Wünsdorf ist Union Bestensee II. Anstoß ist um 16 Uhr!!!!

Wernsdorf I - MSV I  4:0

Der kurzfristige Schwung vom Sieg gegen Großbeeren konnte leider nicht genutzt werden. Dabei kann man zwar gegen den derzeitigen Tabellenzweiten, der zudem in dieser Spielzeit noch kein Heimspiel verloren hat, verlieren, da aber sowohl Dahlewitz als auch Friedersdorf ihre Spiele gewonnen haben, hat sich die Lage am Tabellenende wieder zugespitzt.

Dabei war der Sieg der Wernsdorfer nicht unverdient, aber letztendlich eindeutig zu hoch ausgefallen. Denn zumindest in der ersten Halbzeit war der MSV, von einer 15-minütigen Phase abgesehen, gleichwertig und wäre eigentlich mit 0:1 in Führung gegangen. Doch leider zeigte der Linienrichter, auch zur Überraschung der Hausherren, bei dem Treffer Abseits an. Dies tat er nur wenig später auch bei einer ähnlichen Situation, als Andreas Senff alleine durchbrechen konnte. Wernsdorf hingegen nutzte die sich bietenden Gelegenheiten clever zum 2:0-Pausenstand

Im zweiten Durchgang konnten sich die Gäste leider nicht mehr zu einer Leistungssteigerung aufraffen. Die Partie verflachte zusehends, Wernsdorf tat nur noch das Notwendigste, Zossen war zwar bemüht, aber es kam zu keinen nennenswerten Aktionen mehr. Das Frankonia nicht umsonst da oben steht, bewies man noch zweimal, als man Zossen eiskalt auskonterte und das Ergebnis auf 4:0 hochschraubte.

MSV I - Großbeeren I  3:1

Endlich, endlich - im Nachholspiel gegen Großbeeren konnte der erste Dreier in der Rückrunde geholt werden. Der drittletzte Platz ist zwar weiterhin nur noch theoretisch möglich, aber der Relegationsplatz wurde damit wieder gefestigt.

Der Erfolg beruhte auf einer souveränen Leistung der Mannschaft während der gesamten Partie. Großbeeren hingegen war im Vergleich zu früheren Spielzeiten kaum noch wiederzuerkennen. Den MSV-Akteuren war dagegen der Wille zum Erfolg deutlich anzumerken. Zudem hatte Trainer René Krüger, da die Zweite auch nicht spielen musste, nahezu seinen kompletten Kader zusammen, was ihm naürlich mehrere Möglichkeiten bei der Aufstellung eröffnete. Doch trotz einiger guter Möglichkeiten gingen die Hausherren mal wieder zu nachlässig mit ihren Möglichkeiten um, so dass man mit einem 0:0 in die Kabinen ging.

Doch nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff schien das Murmeltier wieder zu grüßen: der Gegner, bis dato mit keiner ernsthaften Torchance, ging aufgrund zwei individueller Fehler auf Zossener Seite mit 0:1 in Führung. Doch diesmal zeigte die Zossener Elf tolle Moral und kämpfte sich zurück in die Partie. David Heners erzielte per Abstauber den Ausgleich. Danach war es Oliver Röll, der in der Schlußphase per Doppelpack (aus Nahdistanz und per Freistoß) den umjubelten Sieg festmachte. Großbeeren hingegen lief sich immer wieder in der an diesem Tage bärenstarken Zossener Defensive fest.

MSV I - Schulzendorf I  2:4

Die 1. Männermannschaft des MSV ist auch weiterhin nicht in der Lage, den Anschluß an die Nichtabstiegsplätze zu schaffen. Vor allem, weil auch andere Teams wie Friedersdorf und Mellensee reihenweise verlieren, wäre dies durchaus im Bereich des Möglichen gewesen - doch leider muss man dafür ja auch seine eigenen Spiele erstmal siegreich gestalten.

Woran es beim MSV in dieser Spielzeit hapert und die Gründe für den Abstiegskampf waren in dieser Partie wieder deutlich zu erkennen. Die erste Halbzeit verlief relativ ausgeglichen, Zossen agierte in der Defensive recht diszipliniert, doch vor allem bei den eigenen Offensivaktionen vermisste man die konsequente Zielstrebigkeit. Zudem fing sich die Mannschaft mal wieder einen unnötigen Rückstand ein. Doch nachdem Jan Freier per Freistoß zum 1:1 ausgleichen konnte, schien wieder alles möglich Leider verpassten es die Hausherren, den Schwung des Ausgleichs mitzunehmen. Die Partie verflachte wieder, was besonders bei den Zossener Spielern für negative Auswirkungen zu sorgen schien. Schulzendorf gelang quasi mit dem Pausenpfiff die 1:2-Führung.

So wie die erste Halbzeit endete, begann die zweite dann leider auch - mit einem Treffer für die Gäste. Von diesem Doppelschlag konnten sich die Hausherren lange nicht erholen. Schulzendorf war nun das eindeutig bessere Team und ließ sichtlich verunsicherte Zossener kaum noch ins Spiel kommen. Zum Glück - so muss man es ganz deutlich nennen - gelang ihnen "nur" noch der Treffer zum 1:4. Erst als die Partie damit so gut wie entschieden schien, ging auf einmal ein Ruck durch das MSV-Team. Der Gegner wähnte sich aufgrund des klaren Spielstandes in trügerischer Sicherheit und beinahe wäre eine kleine Sensation noch mögich gewesen. Hendrik Rabe erzielte aus dem Gewühl heraus das 2:4 und in der Schlußpase hatten die Gastgeber noch vier weitere 100%tige Möglichkeiten - doch auch die mangelnde Chancenverwertung ist ein Grund für die schlechte Tabellensituation.

MSV I - Schenkendorf I  0:5 / MSV I - Mittenwalde I  1:3

Die Situation für die erste Männermannschaft wird immer bedrohlicher. Auch am Osterwochenende konnte die Mannschaft von René Krüger keine Punkte einfahren. Auf den rettenden Drittletzten Platz bestehen kaum noch Hoffnungen, nun muss man zusehen, wenigstens den Relegationsplatz zu sichern.

Doch dazu muss die Mannschaft mehr leisten, als sie in der Partie gegen Schenkendorf geboten hat - denn diese Leistung war ein Offenbarungseid. Ängstlich und passiv agierten alle Spieler und den Gästen reichte eine durchschnittliche Leistung, um den deutlichen Sieg einzufahren. In der zweiten Halbzeit war sogar nur ein Torschuß des MSV zu verzeichnen. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Dennis Conrad derart schwer am Ellenbogen, dass er mit einem Krankenwagen abgeholt werden musste.

Die Leistung gegen Mittenwalde war dagegen wieder viel ansprechender. Den Landesklassen-Absteiger ließ man in der ersten Halbzeit kaum ins Spiel kommen und in der Offensive setzte man immer wieder gefährliche Nadelstiche. Einer davon war in der 25. Minute erfolgreich. Eine schöne Flanke von Mathias Steinhöfer verwertete Martin Bohne zum umjubelten 1:0.

Auch die zweite Halbzeit war aus Zossener Sicht zunächst nicht wirklich schlecht. Nur versäumte man es, den zweiten Treffer nachzulegen. Ein Schuß landete am Lattenkreuz des Mittenwalder Gehäuses, mehrere Kontermöglichkeiten wurden zu leichtfertig vergeben. Aber auch der BSV kam nun besser in die Partie und es entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Doch es waren die Gäste, die ihren Nutzen daraus ziehen konnten. Nach dem 1:1-Ausgleich, dem eine klare Abseitsposition vorausging (ansonsten die einzige Fehlentscheidung des Schiedsrichters und seiner Assistenten), zeigten sich die Hausherren geschockt. Mittenwalde war nun im Aufwind und konnte auch die Treffer zum 1:3 nachlegen, während die Zossener Mannschaft immer mehr abbaute.

MSV I - Blau Weiß Dahlewitz I  4:5

Allein und gedankenerloren saß Zossens Trainer René Krüger nach dem Schlußpiff in der Bushaltestelle direkt vor dem Sportplatz. Er hatte sichtbar daran zu knabbern, was er kurz zuvor erleben musste - zu unfassbar waren eigentlich die Erlebnisse der vorangegangenen 93 Minuten. Es glich einer Achterbahnfahrt, denn seine Mansnchaft zeigte eigentlich eine wirklich gute Leistung, bewies mehrfach Moral, führte zehn Minuten vor Schluß mit 4:3, um dann in der Nachspielzeit doch noch alles aus der Hand zu geben. Nach den Partien gegen Mellensee, Schenkendorf und Ragow war es mittlerweile das vierte mal in der Rückrunde, dass die MSV-Elf in den Schlußminuten überlebenswichtige Punkte liegen lässt.

Von der Tabellenkostellation her - Vorletzter gegen Letzter - wäre rein theoretisch Abstiegskampf pur zu erwarten gewesen. Doch das war weit gefehlt. Das Geschehen lief über weite Strecken sehr fair ab, beide Teams suchten den spielerischen Weg, um zum Erfolg zu kommen. Als erstes waren die Gäste damit erfolgreich. Nach rund 12 Minuten netzten sie zum 0:1 ein. Doch die Hausherren zeigten sich keineswegs geschockt, jedem einzelnen Spieler war es anzumerken, dass er wusste, worum es geht. Immer wieder angetrieben von Jan Freier und Eric Pfarr drängte man auf den Ausgleich. In der 20. Minute war es soweit. Letztgenannter tanzte auf der linken Seite seinen Gegenspieler aus, seine präzise Hereingabe nutzte Martin Bohne zum 1:1. Doch die Gäste antworteten postwendend mit dem 1:2. Doch die Gastgeber blieben die agilere Mannschaft und drehten das Spiel noch vor der Pause. Erst traf David Lupp im Nachsetzen zum erneuten Ausgleich, dann war es wieder Bohne, der kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 3:2 traf.

Wer nun auf einen glücklichen Ausgang für den MSV gehofft hat, der sah sich aber sehr schnell getäuscht. Blau-Weiß hatte beim Wiederanpfiff Anstoß und erzielte von diesem aus das 3:3. Im Prinzip war es erst der dritte wirklich gefährliche Schuss der Gäste auf das Zossener Gehäuse, doch gerade in diesen entscheidenden Situationen wirkte die ansonsten sicher stehende MSV-Defensive unkonzentriert. Doch der Torreigen ging weiter. Nachdem sich beide Mannschaften eine zeitlang im Mittelfeld neutralisiert hatten, rutschte Oliver Röll eine Flanke über den Spann und der Ball senkte sich zum 4:3 im gegnerischen Netz (79. Minute). Leider nahm das Unheil nun seinen Lauf. Noch in der regulären Spielzeit bekam Dahlewitz einen Freistoß zugesprochen, der Ball konnte nicht aus der Gefahrenzone befördert werden und ein Dahlewitzer Knie lenkte das Streitobjekt zum 4:4 in die Maschen. Nun stellen sich im Nachhinein folgende Fragen: wollten die Zossener nach diesem erneuten Ausgleich zu viel? War man zu mutig oder zu nachlässig? Es lief bereits die Nachspielzeit, die MSV-Mannschaft war bei einem eigenen Angriff sträflich weit aufgerückt und lief prompt in einen Konter. Dieser hätte eigentlich ungefährlich geendet, wenn Keeper Martin Gade nicht unglücklich über den Ball geschlagen hätte und den Blau-Weißen damit doch noch den Siegtreffer ermöglicht hätte.

Zossens Mannschaft hat auch heute wieder bewiesen, dass sie sich noch lange nicht aufgegeben hat und genug Potenzial in ihr steckt - nicht umsonst gab es in der Rückrunde nur gegen Waltersdorf eine mehr als deutliche Niederlage. Doch bei der Erfahrung, die in der Truppe steckt, muss sie kritische Situation einfach cooler und überlegter angehen.

Aufstellung: Gade, Schröder (Haß), Heners, Gebuhr (Wickert), Conrad, Rabe, Lupp, Röll, Pfarr (Howitz), Freier, Bohne
Tore: Bohne (2), Lupp, Röll

MSV I - Blau-Weiß Ragow I  1:2

Die Lage wird immer kritischer für die erste Männermannschaft. Erneut bleibt man in der Rückrunde sieglos und wie bereits in der Vorwoche gegen Schenkendorf fängt man sich den entscheidenden Treffer kurz vor dem Abpfiff ein.

Die personelle Situation lässt auch nicht mehr viel Spielraum für Trainer René Krüger zu. Erneut musste er auf sieben Akteure verzichten, so dass wieder einige angeschlagene Spieler zum Einsatz kamen. Angesichts dessen kann man an dem Engagement der Mannschaft nicht viel aussetzen, doch die Unsicherheit ist nahezu greifbar und es fehlt das berühmte Erfolgserlebnis.

Dabei hatte der MSV eben dieses gegen die Blau-Weißen schon greifbar nahe. Nach ausgeglichener erster Halbzeit (jeweils eine große Chance auf beiden Seiten, ansonsten viel Mittelfeldgeplänkel) starteten die Gastgeber gleich mit einem Paukenschlag in den zweiten Durchgang: Martin Bohne konnte sich einen Pass in die Spitze erlaufen und zum 1:0 einschieben (47. Minute). In den folgenden 15 Minuten schnürte Zossen die sichtlich geschockten Gäste in deren eigenen Hälfte ein, doch ein zweiter, vorentscheidender Treffer konnte nicht nachgelegt werden. Mit zunehmender Spieldauer fingen sich die Ragower wieder und setzten nun ihrerseits den MSV zunehmend unter Druck. Die Hausherren fanden in der Offensive kaum noch statt und bauten sichtlich darauf, die knappe Führung über die Zeit zu bringen – und das sollte sich am Ende bitter rächen. Dabei hatte man scheinbar sogar den Fußballgott auf seiner Seite. Zunächst rettete Sven Schröder für seinen bereits geschlagenen Keeper auf der Linie, wobei viele Ragower Spieler Handspiel monierten (79. Minute), dann wurde dem Gegner zu Recht ein Tor wegen Abseits nicht anerkannt (82. Minute). Kurz darauf landete ein Befreiungsschlag bei Bohne, der aber völlig freistehend ebenso am Blau-Weißen Keeper scheiterte wie Marcel Ermisch im Nachschuß. Im direkten Gegenzug viel dann tatsächlich der Ausgleich – bezeichnenderweise durch ein Eigentor. Und dann wurden die schlimmsten Befürchtungen wahr, als die Gäste kurz vor dem Schlußpfiff gegen eine nun völlig konsternierte MSV-Mannschaft sogar den Siegtreffer erzielen konnten.

Wie bereits erwähnt, kämpferisch kann man dem Team nichts vorwerfen, aber das bringt alles nichts, wenn man sich von jedem Rückschlag gleich entmutigen lässt.

Aufstellung: Gade, Schröder, Gebuhr, Lupp, Heners, Röll (Steinhöfer), Rabe, Wickert, Conrad (Ermisch), Freier, Bohne
Tor: Bohne

11. Spieltag
MSV I - Frankonia Wernsdorf I  1:1

Eigentlich ist diese Partie das typische Beispiel für die Frage: Soll man sich jetzt über den unerwarteten Punktgewinn freuen oder über die zwei liegen gelassenen Punkte ärgern? Da jedoch positives Denken eher weiter hilft, soll die die Orientierung auf den ersten Teil der Fragestellung erfolgen…

Der knappe Sieg in der Vorwoche gegen Schulzendorf, der in doppelter Unterzahl errungen wurde, scheint tatsächlich einige Kräfte bei der ersten Männermannschaft freigesetzt zu haben. Immerhin musste Trainer René Krüger aufgrund der Sperren sein Team erneut umstellen und immerhin gastierte der derzeitige Spitzenreiter Wernsdorf auf dem Zossener Sportplatz. Doch nach dem Schlußpfiff sprachen selbst die mitgereisten Fans der Gäste von einem glücklichen Punktgewinn ihrer Mannschaft und das durchaus berechtigt. Denn der MSV war über die gesamte Spielzeit gesehen die bessere Elf und hatte zudem die klareren Torchancen.

Für den gesperrten Markus Schultze rückte David Heners ins Tor, Patrick Wetzel wurde durch den wieder genesenen Matthias Steinhöfer ersetzt. Auch Sven Schröder konnte wieder von einem Einsatz überzeugt werden und er hatte mit seiner Leistung im Zentrum der Abwehr einen großen Anteil daran, dass die gefürchtete Wernsdorfer Offensivabteilung um den letztjährigen Torschützenkönig Panjas kaum zur Geltung kam. Bereits von Anpfiff an spielten die Gastgeber so, wie es sich ihr Trainer vorstellt: diszipliniert aus einer sicheren Abwehr heraus um mit schnellen Angriffen die Chancen zu suchen. In diesem Punkt gibt es sicherlich noch Verbesserungsbedarf, aber die Wernsdorfer konnten mit dieser Taktik erfolgreich vom MSV-Strafraum ferngehalten werden. Auf der Gegenseite hatte Martin Bohne mit einem Kopfball, der leider nur am Lattenkreuz landete, die größte Möglichkeit in der ersten Halbzeit. Auch Dennis Conrad und Steinhöfer hatten gute Einschußmöglichkeiten, die der gut aufgelegte Frankonia-Schlußmann aber vereiteln konnte. 

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Geschehen zunächst nicht fiel. Der Kreisliga-Spitzenreiter enttäuschte trotz aller erkennbaren Ansätze weiterhin im spielerischen Bereich und der MSV beging nicht den Fehler, kopflos nach vorne zu stürmen. Nach rund einer Stunde stellte sich jedoch der Schiedsrichter in den Mittelpunkt, was beinahe dazu führte, dass die Partie auf den Kopf gestellt wurde. Die Hausherren verloren in der Vorwärtsbewegung den Ball und die Wernsdorfer konnten ihren einzigen gefährlichen Angriff an diesem Tag starten. Panjas ließ gleich drei Zossener auf engstem Raum aussteigen doch Robert Gebuhr blockte seinen Schuß auf der Torlinie klar und deutlich mit der Brust ab. Klar und deutlich? Zumindest für alle Spieler und Zuschauer, doch nur für den Referee nicht, der überraschend auf Strafstoß entschied. Komischerweise zeigte er dem „Schuldigen“ Gebuhr aber nicht die Rote Karte, wie es die Regeln in diesem Fall eigentlich vorsehen. Jedenfalls verwandelte Wernsdorf sicher zum 0:1. Die Platzherren zeigten sich aber alles andere als geschockt und verstärkten nun ihre Offensivbemühungen. Ungefähr eine Viertelstunde später wurde dies auch belohnt, aber auch hier nur unter gütiger Mithilfe des Unparteiischen. Nach einem Freistoß in den Frankonia-Strafraum unterlief Bohne seinen Gegenspieler bei einem Kopfballduell, der Pfiff ertönte und alle rechneten mit einem Freistoß für Wernsdorf. Doch erneut war der Schiedsrichter der einzige Beteiligte, der anderer Meinung war und zeigte wieder auf den Punkt. Jan Freier verwandelte zum hochverdienten 1:1-Ausgleich. Den Strafstoß kann letztendlich unter dem Punkt „Ausgleichende Gerechtigkeit“ verbucht werden. In der Schlußphase hätte der MSV den Sieg dann wirklich verdient gehabt, man investierte eindeutig mehr als die Wernsdorfer, die sich augenscheinlich mit dem Punkt zufrieden gaben. Kurz vor Spielende hätte es dann tatsächlich einen Foulelfmeter für Zossen geben müssen (bei dem Foul an Conrad schepperte es gut hörbar über den ganzen Platz), doch kurioserweise blieb die Pfeife des Schiedsrichters diesmal stumm.

Aufstellung: Heners, Schröder, Bujack, Gebuhr, Rabe, Ruden, Wickert (Uckrow), Steinhöfer (Griebnitz),  Freier, Conrad, Bohne
Tor: Freier

10. Spieltag
SG Schulzendorf I - MSV I  1:2

Was ließen die letzten Wochen nicht Schlimmes erahnen? Pokalschlappe gegen eine Mannschaft aus der 2. Kreisklasse, sieben Gegentore gegen Wünsdorf, erst ganze zwei Siege und ein Abfall auf den vorletzten Tabellenplatz. Die Situation sah alles andere als rosig aus. Gleich vorweg: sie sieht auch immer noch nicht rosig aus, aber der Sieg gegen den unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf gibt doch wieder etwas Hoffnung. Vor allem, weil er in doppelter Unterzahl errungen wurde, was beweist, dass die Mannschaft trotz der Rückschläge immer noch lebt.

Dabei vertieften sich die Sorgenfalten von Trainer René Krüger vor der Partie noch weiter als bisher schon. Jens Bujack (Arbeit) und Matthias Steinhöfer (verletzt) mussten ersetzt werden, beim Warmmachen verletzte sich zudem noch Eric Wickert. Daher mussten die beiden Rückkehrer Sven Schröder und Andreas Senff von Beginn an ins Zossener Trikot schlüpfen. Unter diesen Voraussetzungen lieferte der MSV vor allem kämpferisch eine sehr gute Partie ab. Dabei soll aber nicht verheimlicht werden, dass man in der ersten Halbzeit doch einiges an Glück hatte. Auch die Schulzendorfer kämpfen ja um das sportliche Überleben in der Kreisliga und übernahmen auf eigenem Geläuf gleich das Kommando. Die Gäste schrammten bei einem Pfostentreffer nur knapp an einem Rückstand vorbei und konnten sich bei ihrem Schlußmann Marcus Schultze bedanken, der in einer 1:1-Situation großartig parierte.

Im zweiten Durchgang überschlugen sich dann die Ereignisse. Der MSV war nun etwas besser in der Partie, musste zunächst aber einen großen Rückschlag hinnehmen: Keeper Markus Schultze spielte außerhalb des Strafraums in höchster Bedrängnis den Ball mit der Hand und sah folgerichtig nach rund einer Stunde die Rote Karte. Für ihn rückte David Heners in den verwaisten Kasten. Die Hausherren drängten nun auf die Führung und rannten nur fünf Minuten nach dem Platzverweis direkt in einem Zossener Konter - das 0:1 erzielte Senff per Kopfball nach schöner Flanke von Dennis Conrad. In Unterzahl agierte der MSV nun sehr diszipliniert und ließ nur noch sehr wenige gefährliche Aktionen des Gegners zu. Und man verließ sich nicht nur darauf, die Führung über die Zeit zu retten. Dass 0:2 erzielte der Vorlagengeber zum ersten Treffer selber, mit einem Schuß aus ungefähr 20 Meter (78. Minute). Danach wurde es noch heikler: zwei Minuten nach dem 0:2 sah Patrick Wetzel nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte. Doch die restlichen MSV-Spieler klammerten sich an diese drei Punkte und ließen mehr als den Schulzendorfer Anschlußtreffer in der Nachspielzeit  nicht zu.

Aufstellung: Schultze, Schröder, Heners, Gebuhr, Rabe, Ruden, Bohne, Wetzel,  Freier, Conrad, Senff
Tore: Senff, Conrad

9. Spieltag
MSV I - MTV Wünsdorf I  2:7

Nach dieser blamablen Pleite im Derby gegen Wünsdorf steht die erste Männermannschaft auf dem vorletzten Tabellenplatz und damit in höchster Abstiegsbedrängnis. Vor allem das, was Zossener Spieler in der zweiten Halbzeit boten, war erschreckend und an sich nicht nachvollziehbar. Denn im ersten Durchgang hatte man noch recht passabel agiert.

In einer zunächst durchwachsenen Partie war der MSV nämlich das bessere Team. Es wurde keine überragende Leistung geboten, aber man hatte Wünsdorf zunächst weitestgehend im Griff. Die Gäste präsentierten sich zunächst eher zurückhaltend und überließen den Gastgebern die Initiative. Leider konnten diese aus diesem Umstand zu wenig machen, drei halbwegs brauchbare Chancen sprangen heraus und ein Treffer von Hendrik Rabe, der jedoch aufgrund eines vorherigen Foulspiels nicht gegeben wurde – eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Auf der Gegenseite wurde wenig später auch ein Treffer aufgrund einer Abseitsposition nicht gegeben. Nach rund einer halben Stunde bekam der MTV einen zweifelhaften Freistoß in unmittelbarer Nähe zum Zossener Tor zugesprochen. Wie es so kommt, wenn man im Abstiegskampf steckt, wurde dieser durch einen Zossener Spieler unhaltbar zum 0:1 abgefälscht. Noch vor der Pause erhöhte Wünsdorf auf 0:2, erneut durch einen Freistoß. Die Gäste, die aus dem Spiel heraus bis dahin nicht unbedingt überzeugt hatten, nutzten damit nahezu eiskalt die sich bietenden Möglichkeiten.

Wer nun auf ein Aufbäumen der Hausherren gehofft hatte, wurde in der zweiten Halbzeit nahezu geschockt. Wünsdorf nahm nun endgültig das Heft des Handelns in die Hand und entschied bereits wenige Minuten nach Wiederanpfiff mit einem Doppelschlag zum 0:3 und 0:4 das Spiel. Die Zossener Abwehr wurde dabei nach allen Regeln des Konterns düpiert. Die MSV-Elf brach nun mehr oder weniger in sich zusammen, etwas Konstruktives brachte sie nun kaum noch zustande. Die Wünsdorfer brauchten nun wahrlich nicht mehr 100% geben, hätten aber dennoch noch mehrere Treffer erzielen können. Nach dem 0:5 brachte es Zossen dann tatsächlich noch zwei eigene Treffer zustande. Zunächst erzielte Patrick Ruden per Kopf das 1:5, kurz darauf verwandelte Jan Freier einen Strafstoß zum 2:5. Aber alle Hoffnung, wenigstens etwas positive Ergebniskorrektur zu betreiben, wurde noch vor dem Abpfiff wieder enttäuscht. Dem MTV gelangen noch zwei weitere Treffer, mit denen er den alten Abstand wieder herstellte.

Es spielten: Schultze, Klühsendorf, Heners, Gebuhr, Wickert, Rabe, Ruden, Conrad, Steinhöfer, Freier, P. Wetzel
Wechsler: S. Wetzel, Dziewinski
Tore: Ruden, Freier

8. Spieltag
Phönix Wildau I - MSV I  3:1

Die personelle Misere nimmt kein Ende beim MSV. Mit gerade mal 12 Spielern, einige davon angeschlagen, fuhr das Zossener Team zum Aufstiegsfavoriten. Gleich vorweg: eine wirkliche Widergutmachung für die peinliche Pokalschlappe gegen Rangsdorf II fand nicht statt, doch angesichts der Umstände boten die Gäste eine annehmbare Leistung, die deutlich gemacht hat, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist.

Die Gastgeber begannen gleich sehr offensiv und versuchten den MSV in die eigene Hälfte zu drängen. Doch die Mannschaft von René Krüger präsentierte sich sehr diszipliniert und spielte zumindest in der Defensive mit großem Einsatz. Wildau hatte mit einem Lattentreffer die größte Möglichkeit, ansonsten blieben wirklich hundertprozentige Chancen aber aus. Als nach rund 20 Minuten die Hausherren verletzungsbedingt zum ersten mal wechseln mussten, wurde Zossen im Offensiv-Spiel etwas mutiger. In der 35. Minute bekam man einen Freistoß zugesprochen. Dieser wurde von der Wildauer Abwehr zu kurz abgewehrt und Hendrik Rabe nutzte die Gelegenheit, aus rund 16 Metern abzuziehen. Sein verdeckter Schuß erwischte den Wildauer Keeper auf falschem Fuß und es stand etwas überraschend 0:1. Vielleicht wäre insgesamt mehr möglich gewesen, wenn der MSV die Führung in die Halbzeit hätte retten können. Doch nur vier Minuten vor dem Seitenwechsel kam Phönix nach einem Eckball zum 1:1-Ausgleich.

Leider kam es noch schlimmer. Direkt nach dem Wideranpfiff gingen die Platzherren mit 2:1 in Führung. Beide male offenbarte die bis dahin sichere MSV-Abwehr deutliche Probleme bei der Zuordnung. Nach diesem Doppelschlag kam es zu einem deutlichen Bruch bei den Gästen. Man mühte sich zwar, doch wirklich ernsthaft in Gefahr kam das Wildauer Tor nicht mehr. Phönix kam zu vielen Möglichkeiten, doch entweder eigene Nachlässigkeiten oder der erneut sehr stark haltende Marcus Schulze im MSV-Gehäuse sorgten dafür, dass bis in die Schlußphase eine gewisse Restspannung blieb. Erst in der 84. Minute gelang den Wildauern das 3:1 und damit die endgültige Entscheidung. Kurz darauf holte sich Zossens Martin Bohne nach einem unnötigen Foul die gelb-rote Karte ab, was die Spielerdecke noch weiter ausdünnen lässt und das ausgerechnet vor dem Derby gegen Wünsdorf.
2. Pokalrunde
SV Rangsdorf II - MSV I  1:0

Die Fußball-Abteilung des MSV am Boden? Das hätte man zumindest meinen können, wenn man am vergangenen Sonntag die niedergeschlagenen Spieler der Ersten als Sinnbild dafür genommen hätte. Nun, so schlimm ist es natürlich (noch?) nicht, durch eine Niederlage bricht nicht alles in sich zusammen. Dennoch sollte nicht verschwiegen werden, dass das, was da auf dem Rangsdorfer Platz abgelaufen ist, äußerst blamabel war!!

Für die Leistung des MSV-Teams könnte man viele Entschuldigungen heranziehen: Nur sechs Spieler des Stamm-Kaders der Ersten waren verfügbar, der Rest wurde mit Spielern aus der Zweiten aufgefüllt, die von der Qualität her eigentlich in der Mannschaft nichts zu suchen haben. Insgesamt konnte Trainer René Krüger nur einen Kader von 13 Mann zusammentrommeln, darunter Torhüter Toni Böcker, der sich als Feldspieler zur Verfügung stellte. Zur Erinnerung: der MSV hat drei Männermannschaften und zwei davon hatten an diesem Tag spielfrei!! Somit stand jedenfalls eine Zossener Mannschaft auf dem Platz, die es in dieser Formation nie gegeben hat, einzig das Mittelfeld bestand aus altbekannten Gesichtern. Doch der Konjunktiv „könnte“ steht nicht umsonst da, denn 1. spielen selbst die eingesetzten Spieler der „Zwoten“ eine Klasse höher als der Gegner und 2. kann man zumindest die einfachsten Sachen wie Ballannahme, Laufbereitschaft und kämpferischen Einsatz auch von einem nicht-eingespielten Team erwarten – und diese Erwartungen wurden eben enttäuscht.

Von Beginn an kamen die Gäste nicht mit dem Rangsdorfer Spielsystem klar. Der SVR spielte nur mit einer Spitze und einem tiefgestaffelten Mittelfeld. Gegen dieses „Bollwerk“ wurde kaum ein geeignetes Mittel gefunden, einzig Schüsse aus der zweiten Reihe sorgten hin und wieder für etwas Gefahr. Das Zossener Mittelfeld stand sich mehr oder weniger gegenseitig auf den Füßen und die Konter der Gastgeber sorgten auch immer wieder für Gefahr.

Selbst nach einer sehr lautstarken Ansprache in der Halbzeitpause verbesserte sich das Geschehen nur unwesentlich. Zwar hatte man in den ersten zwanzig Minuten nach Wiederanpfiff zwei gute Möglichkeiten aus Nahdistanz, doch weiterhin wirkte das Zossener Aufbauspiel behäbig und ängstlich. Kaum ein Zossener Spieler ging mal ein Risiko ein, die Laufbereitschaft ohne Ball blieb weiter mangelhaft und der Gegner schöpfte natürlich zusehends weiteren Mut, hier die Überraschung zu packen. In der 80. Minute war es dann soweit. Der Ball wurde aus der Zossener Abwehr planlos nach vorne geschlagen und ein Rangsdorfer Verteidiger konnte diesen völlig unbedrängt wieder zurückspielen. Die folgende Hereingabe konnte von Torhüter Marcus Schulze nur nach vorne abgeklatscht werden, doch dabei traf er seinen Mitspieler Jens Bujack so unglücklich, das der Ball von dessen Oberschenkel ins eigene Tor trudelte – 1:0! In der restlichen Spielzeit warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne, um wenigstens die Verlängerung zu erzwingen, doch was vorher schon nicht umgesetzt werden konnte, blieb auch in diesen letzten zehn Minuten nur Stückwerk.

Natürlich sollte nicht alles negativ gesehen werden. Dass die Mannschaft guten Fußball bieten kann, hatte sie in der Vorwoche gegen Motzen gezeigt. Dennoch darf so eine Leistung nicht wieder passieren. Nun geht es am kommenden Sonntag gegen den Aufstiegsfavoriten Wildau. Eine bessere Gelegenheit zur Rehabilitation gibt es eigentlich nicht.

Aufstellung: Schulze, Heners, Bujack (Dziewinski), Kasubke, Ruden, Rabe, Wickert, Steinhöfer, Freier, S. Wetzel (T. Böcker), P. Wetzel

7. Spieltag
MSV I - Wacker Motzen I  4:2

Endlich, endlich ist er unter Dach und Fach – der erste Heimsieg der Saison 2010/11. Dabei zeigten sich viele der Anwesenden Zuschauer überrascht von der Leistung der Zossener Elf. Denn der Gast, immerhin als Tabellenvierter angereist, kam gegen eine disziplinierte MSV-Mannschaft nur selten gefährlich zum Zug und wurde in der Defensive mehrmals kalt erwischt.

Natürlich wird den Hausherren auch das frühe Führungstor in die Karten gespielt haben. Bereits nach drei Minuten war Martin Bohne nach einem Eckball von Jan Freier zur Stelle und erzielte per Kopf das 1:0. In der Folgezeit zog der MSV das Spiel auf, was Trainer René Krüger vom Team erwartet: diszipliniert und zweikampfstark in der Defensive, ständig in Bewegung Richtung Ball, mit schnellen gezielten Kontern. Nach rund einer halben Stunde konnte Bohne nach schönem Zuspiel von Mathias Haß sogar auf 2:0 erhöhen. Mit dieser verdienten Führung ging es in die Pause.

Im zweiten Durchgang versuchten die Gäste mit aller Macht den Anschlußtreffer zu erzielen. Doch die Abwehr um Robert Klühsendorf ließ kaum eine gefährliche Torchance zu. Allerdings brauchten die Hausherren lange, um erfolgversprechende Entlastungsangriffe zu starten. Daher blieb das Geschehen auf dem Geläuf spannend. Letzten Endes mussten zwei Standartsituationen her, um die Partie zu entscheiden. Zunächst war Patrick Wetzel zur Stelle, der nach einem Freistoß dem Ball mit den Zehenspitzen den entscheidenden Kick zum 3:0 gab (75. Minute), kurz darauf landete ein erneuter Freistoß von Jan Freier zur Überraschung vieler zum 4:0 im Netz – besonders bei diesem Treffer sah die Wacker-Abwehr alles andere als gut aus. Leider konnte der MSV dieses Ergebnis, was auch gut für das Torverhältnis gewesen wäre, nicht über die Zeit bringen. Mit der sicheren Führung im Rücken hielt in den letzten zehn Minuten noch einmal der Schlendrian in den Zossener Reihen Einzug. Innerhalb weniger Minuten trafen die Gäste noch zweimal und eventuell hätte es noch einmal brenzlig werden können, doch der Schiedsrichter pfiff das Spiel pünktlich ab.

Damit steht unterm Strich ein Sieg, der nicht nur verdient, sondern auch extrem wichtig ist. Denn die bis dato ohnehin schon angespannte Personalsituation wird in den nächsten Wochen nicht besser. Mathias Haß musste mit angebrochener Rippe ins Krankenhaus eingeliefert werden (Gute Besserung an dieser Stelle), Robert Rebentisch absolvierte nun endgültig sein letztes Spiel für den MSV, da er in Köln ein Studium anfängt und auch der zweifache Torschütze musste angeschlagen ausgewechselt werden. 

Aufstellung: Schulze, Klühsendorf, M. Haß (P. Wetzel), Gebuhr, Ruden, Rabe, Wickert, P. Wetzel, Freier, Bohne (Heners), Rebentisch

Tore: Bohne (2), Wetzel, Freier

4. Spieltag
SG Niederlehme I - MSV I  3:6

Ist der Knoten bei der ersten Männermannschaft geplatzt? Nach drei Niederlagen in Folge, gelang nun am vierten Spieltag der erste Sieg und das ausgerechnet beim Angstgegner Niederlehme. Seitdem die SG aus der niedrigsten Klasse des Dahmelands zurückgekehrt ist, konnte der MSV dort nicht mehr gewinnen, sogar als Niederlehme noch in der 1. Kreisklasse „gastierte“, kehrte man mit einer bitteren Pokalschlappe im Gepäck nach Hause zurück.

Nach einer bitteren Niederlage sah es auch diesmal zunächst aus. Nach einer Gedenkminute für Manfred Strobel, einem Ehrenmitglied des MSV, legten die Hausherren los wie die Feuerwehr. Eigentlich sollte bekannt sein, das Niederlehme vor allem im offensiven Mittelfeld erstklassig besetzt ist, doch die Zossener Mannschaft fand in den ersten 45 Minuten überhaupt kein Rezept dagegen. Man agierte pomadig und fahrlässig - für das Trainergespann Krüger/Heners war es eine der schlechtesten Leistungen der MSV-Mannschaft in letzter Zeit. Man konnte von Glück sprechen, dass man zur Halbzeit nur mit 0:2 im Hintertreffen lag. Bei beiden Gegentoren zeigte die MSV-Abwehr ein katastrophales Stellungsspiel. Bester Mann auf Zossener Seite in diesen ersten 45 Minuten war Keeper Markus Schulze, der sein Team mit Klasse-Paraden im Spiel hielt, wie sich dann herausstellen sollte. Denn der Spruch eines Niederlehmer Spielers zum Pausenpfiff, dass man aus dem zweiten Durchgang doch ein Trainingsspiel machen könnte, erwies sich als Bumerang.

Nach einer sehr lautstarken Kabinenpredigt stand dann nämlich ein anderes MSV-Team auf dem Platz. Nur kurz nach Wideranpfiff erreichte ein schönes Zuspiel den aufgerückten Matthias Haß, der seinen Gegenspieler ins Leere laufen ließ und aus Nahdistanz zum 2:1 einschieben konnte. In dieser Phase entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. Zunächst waren die Hausherren wieder am Drücker. Erst wurde ihnen ein Tor wegen Abseits (klare Fehlentscheidung) nicht anerkannt, nur kurze Zeit später fiel dann aber doch das 3:1. Wer nun dachte, die Partie wäre gelaufen, der irrte. Zossen, immer wieder angetrieben von Kapitän Jan Freier, suchte sein Heil in der Offensive und bekam einen Handelfmeter zugesprochen. Da das Handspiel zudem auf der Linie stattfand und damit eindeutig ein Tor verhinderte, zog das die Rote Karte für den betreffenden Spieler des Gastgebers nach sich. Der „Capitano“ übernahm die Verantwortung und vollstreckte sicher zum 3:2. In Überzahl drehten die Gäste nun vollends auf, während bei der SG die Ordnung vollkommen zusammenbrach. Den viel umjubelten 3:3-Ausgleich erzielte kurze Zeit später Robert Rebentisch. Angesichts der Tabellenkonstellation war ein Punkt für Zossen natürlich zu wenig, somit wurde weiter auf Sieg gespielt. In der Schlussviertelstunde nahm das Geschehen dann gänzlich eine Wendung zum Guten. Patrick Wetzel, erneut Rebentisch und zum Abschluß Hendrik Rabe schossen den deutlichen Sieg mit ihren Treffern heraus.

Bleibt nach der Freude über diesen Erfolg die abschließende Frage, warum die Mannschaft erst einen 45-minütigen Anlauf brauchte, um endlich mal zu ihrer Leistungsstärke zu finden? Hoffentlich ziehen die Spieler nach diesem Kraftakt genug Motivation für die nächsten Aufgaben. Leider kann der Sieg nicht direkt ausgenutzt werden, denn die kommende Partie gegen Schulzendorf entfällt. Die Schulzendorfer müssen ihre wegen Dunkelheit abgebrochene Pokalpartie gegen Eichwalde nachholen.

Aufstellung: Schulze, M. Haß, Gebuhr (Heners), Ruden, Rabe, Wickert, Conrad (Jachan), P. Wetzel, Freier, Bohne, Rebentisch
Tore: Haß, Freier, Rebentisch (2), Wetzel, Rabe

3. Spieltag
MSV I - RSV Waltersdorf II  1:2

Nach dieser Niederlage steckt die Mannschaft erst mal im Tabellenkeller fest und ist neben Aufsteiger Dahlewitz das einzige Team ohne Punktgewinn. Das liegt vor allem auch daran, dass man zum zweiten mal hintereinander nicht in der Lage war, eine 1:0-Führung über die Zeit zu bringen und nach einem Rückstand nicht mehr entscheidend ins Spiel zurückzufinden.

Dabei verlief die erste Halbzeit sehr vernünftig. Zossen spielte gegen den Aufstiegsfavoriten diszipliniert und hatte das Geschehen über weite Strecken im Griff. Nach 25 Minuten war es dann soweit: das 1:0 für den MSV. Bei einem Angriff wurde ein Zossener Spieler im gegnerischen Strafraum klar festgehalten und der Schiedsrichter entschied folgerichtig auf Strafstoß. Beim ersten Versuch scheiterte Dennis Conrad zwar am RSV-Keeper, aber sein Mitspieler Martin Bohne schaltete am schnellsten und setzte den Nachschuß zum 1:0 in die Maschen (25. Minute). Die restliche Spielzeit der ersten Hälfte verlief zwar weiter wie bisher, doch in der Offensive wagte die Mannschaft einfach zu wenig. Eine Vorentscheidung wäre bei besserer Konzentration durchaus möglich gewesen.

Dies sollte sich im zweiten Durchgang rächen. Zunächst schien alles beim alten. Die Hausherren blieben bei ihrer defensiven Marschroute und ließen zunächst wenig zu. Doch in der Folgezeit verstärkten die Gäste ihre Bemühungen und deren Trainer bewies bei seinen Einwechslungen sein goldenes Händchen. In der 70. Minute glich ein gerade eingewechselter Spieler mit seiner ersten Ballberührung per Kopfball zum 1:1 aus. Aber es kam noch schlimmer. Nur drei Minuten später wurde die bis dahin sichere Zossener Abwehr erneut kalt erwischt und Waltersdorf konnte das 1:2 erzielen. Die Gastgeber reagierten mit wütenden Angriffen, doch mehr als eine hundertprozentige durch Robert Rebentisch sprang trotz aller Bemühungen nicht heraus.

Es spielten: Schulze, Klühsendorf, Ruden (Gebuhr), Senff (Bujack), Rabe, Conrad (Reichert), Wickert, Steinhöfer, P. Wetzel, Bohne, Rebentisch
Tor: Bohne

2. Spieltag
MSV I – Mellensee I  1:2

Die erste Männermannschaft hat auch das Heimspieldebüt der neuen Saison in den Sand gesetzt. Dabei konnte selbst die frühe Führung nicht für die notwendige Sicherheit sorgen.

Bereits in der zweiten Minute konnte Patrick Wetzel einen Abstimmungsfehler in der Mellenseer Defensive gewinnbringend nutzen. Er sprintete in einen unnötigen Rückpass hinein und grätschte das runde Leder zum 1:0 in das gegnerische Netz. Leider nahm die Zossener Mannschaft nicht allzu viel Sicherheit aus dieser Führung mit. Die Gäste brauchten zwar einige Zeit, um den Schock zu verarbeiten, doch nach und nach fanden sie besser in die Partie, da der MSV zu passiv agierte. Mellensee traf in der Folgezeit einmal den Pfosten und hatte noch zwei weitere gute Möglichkeiten. Die Hausherren versuchten dagegen zu halten, doch über vielversprechende Ansätze ging es vor allem in der Vorwärtsbewegung nicht hinaus. Quasi mit dem Halbzeitpfiff war es dann passiert: eine scharfe Hereingabe lenkte Matthias Steinhöfer unglücklich ins eigene Gehäuse.

Die Gastgeber kamen dann wieder mit etwas mehr Schwung aus der Kabine. Man spielte nun wieder etwas zielstrebiger nach vorne, doch zunächst kam es auf beiden Seiten zu keinen nennenswerten Torchancen. Leider spielte nach rund 65 Minuten der Referee mit zwei sehr strittigen Entscheidungen das Zünglein an der Waage. Zunächst wurde Martin Bohne nach einem vielversprechenden Konter aufgrund einer vollkommen falschen Abseitsentscheidung zurück gepfiffen. Im direkten Gegenzug erzielte Mellensee dann das 1:2, wobei hier der von den Zossenern erwartete Abseitspfiff aber ausblieb. Nach diesem Rückschlag fand der MSV kein geeignetes Mittel mehr, in das Geschehen zurückzufinden. Im Gegenteil – durch zahlreiche Konter hätte Mellensee das Ergebnis noch deutlicher gestalten können, doch Zossens Keeper Toni Böcker und der später für ihn eingewechselte Markus Schulze, sowie das gegnerische Unvermögen verhinderten weitere Treffer. In der Schlußminute stand dann wieder der Schiedsrichter im Mittelpunkt, als er den Hausherren einen zweiten Treffer verweigerte – diesmal allerdings berechtigt. Marcel Schiemann hatte bei seinem Kopfball die Arme überdeutlich zu Hilfe genommen, um sich seines Gegenspielers zu entledigen.

Fazit: Nach der Führung hätte man energischer auf das frühe 2:0 drängen müssen, aber man war zu passiv. Der zweite Gegentreffer, der mitten in eine gute Phase des MSV fiel, brachte die Mannschaft vollkommen aus dem Konzept.

Es spielten: Böcker (Schulze), Haß, Bujack, Bohne, Jurkscheit (Schiemann), Rabe, Conrad, Wickert, Steinhöfer, Freier, P. Wetzel (Mildner)
Tor: Wetzel
1. Spieltag
BSV Mittenwade I - MSV I  2:0

Die erste Männermannschaft hat  einen Auftaktsieg klar verpasst und bekam vor allem in der zweiten Halbzeit eine Lehrstunde verpasst, wie man mit einfachsten Mitteln einen Gegner beherrschen kann.  Wenn diese Partie als Standortbestimmung herangezogen werden müsste, dann wird es in dieser Spielzeit ein ganz hartes Stück Arbeit, um den Abstiegskampf zu vermeiden.

Dabei sahen die ersten 25 Minuten aus Zossener Sicht gar nicht verkehrt aus, was allein fehlte war das wichtigste überhaupt: die Tore. Der MSV war anfangs überlegen und ließ den Landesklassen-Absteiger nicht in die Partie kommen. Man bestimmte das Spielgeschehen und allein Martin Bohne hatte zwei Riesenmöglichkeiten auf dem Fuß, ließ diese aber ungenutzt verstreichen. Doch nach und nach befreiten sich die Hausherren vom Zossener Druck  und rissen mit langen Bällen immer wieder Lücken in die MSV-Defensive. Zunächst konnte Keeper Marcus Schulze in einer 1:1-Situation noch großartig parieren, kurz darauf war es dann aber doch passiert: nach einem Eckball erwies sich die Abwehr der Gäste genauso anfällig wie in der Vorsaison und kassierte das 0:1. Durch diesen Treffer kam es zu einem deutlichen Bruch im Zossener Spiel und davon konnte sich die Mannschaft die gesamte restliche Spielzeit nicht mehr erholen.

Die zweite Halbzeit spielte sich dann nahezu komplett in der MSV-Hälfte ab. Der BSV hatte Ball und Gegner im Griff, jeder Zossener Angriff wurde frühzeitig abgefangen und direkt wieder auf das Tor gespielt. Einzig mit der Chancenverwertung müssen die Gastgeber unzufrieden sein. Selbst das verwaiste Tor wurde in einer Situation nicht getroffen. Aber selbst bei diesem knappen Spielstand hatte man zu keiner Zeit das Gefühl, dass die Zossener Mannschaft doch noch einen Treffer erzielen könnte. Im Gegenteil – der BSV war zu jeder Zeit dem 2:0 näher. Dieses fiel dann auch letztendlich kurz vor dem Abpfiff nach einem schön vorgetragenen Konter und die Messen waren gesungen. Selbst eine kurzzeitige Unterbrechung wegen eines vorbeiziehenden Gewitters war da keine Hilfe.

Dass die Mannschaft vernünftigen Fußball spielen kann, haben die ersten 20 Minuten bewiesen, aber vor allem der Rückstand hat sie total aus dem Konzept gebracht. Das darf in Zukunft nicht mehr passieren, ansonsten droht eine Horror-Saison.

Aufstelung: Schulze, Haß, Bujack (Steinhäuser), Ruden (Klühsendorf), Rabe, Freier, Wickert, Senff (Wetzel), Jurkscheidt, Bohne, Conrad 

Saison 2009/10

MSV I -RSV Watersdorf II  2:2

Stark ersatzgeschwächt, nur 11 frische Spieler standen zur Verfügung (und von denen musste Oliver Röll bereits nach zehn Minuten verletzt vom Platz), lieferte die erste Männermannschaft dennoch seit langem mal wieder eine überzeugende Heimvorstellung ab, auch wenn es am Ende nicht für den vollen Erfolg ausreichte.

Zunächst hatte man bereits nach drei Minuten riesiges Glück, nicht gleich in den Rückstand zu geraten. Doch Keeper Toni Böcker blieb in einer 1:1-Situation der Sieger. Danach hatte die MSV-Elf das Geschehen auf dem Platz weitegehend im Griff. Doch leider wurden die sich bietenden Möglichkeiten nicht zur Führung genutzt. Daher ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.

Nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff erzielte Dustin Mildner nach einem schönen Angriff das verdiente 1:0. Die an diesem Tag enttäuschenden Waltersdorfer brauchten lange, um sich von diesem Rückstand zu erholen und dann gelang ihnen erst durch einen sehr umstrittenen Foulstrafstoß der Ausgleich (70. Minute). Die Gastgeber ließen sich nicht davon beirren und gingen nur zehn Minuten später erneut in Führung, Torschütze war diesmal Dennis Conrad. Doch leider konnte die Führung nicht über die Zeit gerettet werden. Während der MSV halt mal wieder zu viele Chancen ungenutzt ließ, konnte der RSV in der Nachspielzeit einen der wenigen erfolgversprechenden Angriffe tatsächlich noch zum 2:2-Ausgleich unter bringen.

Dennoch zeigte sich Trainer Christoph Jachan zufrieden mit dem zweiten guten Spiel seiner Mannschaft hintereinander.

Aufstellung: T. Böcker, Freier, Bujack, Heners, Rabe, Röll (Wickert, Wetzel), Conrad, Bohne, Lupp, Mildner, Rebentisch
Tore: Mildner, Conrad

Grün-Weiß Großbeeren - MSV I  1:2

Mit einem überzeugendem 2:1-Sieg in Großbeeren läutete die erste Männermannschaft die Schlußphase der Saison ein. Es bewies sich auch wieder, dass die Großbeerener nicht umsonst zu den „Lieblingsgegnern“ der Mannschaft gehört.

War die erste Halbzeit noch relativ ausgeglichen, vor allem weil die Mannschaft vom MSV noch etwas Probleme mit der Großbeerener Spielweise hatte – Viererkette in der Abwehr und schnelle Außenspieler – hatte man den Gegner im zweiten Durchgang deutlich besser im Griff.

Bereits nach zehn Minuten gingen die Gäste in Führung. Eine Flanke von Eric Wickert verwertete der später verletzt ausgewechselte Mathias Haß nach schöner Ballannahme zum 0:1. Die Grün-Weißen waren vor allem bei Standardsituationen sehr gefährlich, das war beim Ausgleich deutlich zu erkennen. Bei einem Eckball war die Zossener Defensive nicht auf der Höhe und ein aufgerückter Innenverteidiger wuchtete den Ball per Kopf zum 1:1 in die Maschen. Die Hausherren versuchten nun mehr in die Partie zu investieren, wodurch dem MSV Platz zum Konter geboten wurde. Jedoch wurden diese nicht konsequent ausgespielt. Somit blieb es zur Pause beim bis dahin verdienten 1:1.

Zossen war dann diejenige Mannschaft, die die Pause besser nutzen konnte. Der Gastgeber wurden nun beherrscht und fand auch kaum noch geeignete Mittel, um diesen Umstand zu beenden. Bereits kurz nach Wiederanpfiff hätte der MSV deutlich in Führung gehen können, doch drei hundertprozentige Möglichkeiten im Minutentakt (48., 50., 52. Minute) konnten nicht genutzt werden. Insgesamt gesehen hatten die Platzherren nur noch eine gute Möglichkeit in den zweiten 45 Minuten, während Zossen auch in der Folgezeit, vor allem durch schnelle Konter zu weiteren guten Torchancen kam. Der entscheidende Treffer viel jedoch erst relativ spät. Ein abgefangener Angriff der Großbeerener wurde schnell aus der Zossener Abwehr nach vorne gespielt, der heute gut aufgelegte Erik Pfarr setzte im Mittelfeld zu einem Solo an und überwand den gegnerischen Schlußmann mit einem platzierten Weitschuß. Es blieb bis zum Abpfiff bei diesem 2:1 aus MSV-Sicht, da Großbeeren auch nach diesem Rückstand jegliches Aufbäumen vermissen ließ.

Aufstellung: T. Böcker, Freier, Heners, Lupp, Röll (Conrad), Rabe, Wickert, Bohne, Pfarr, Haß (Rebentisch), Mildner (Bujack)
Tore: Haß, Pfarr

 

MSV Zossen 07 e.V.