Märkischer Sportverein Zossen 07 e.V.
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Aktuelle Spielberichte der 2. Männermannschaft

MSV II - Groß Machnow I  5:1

Pünktlich zum Jahresausklang gelang der Mannschaft der höchste Sieg seit Jahren (!!!). Das dies dann auch noch in einem nicht ganz unbrisanten Derby erreicht wurde, rundet die ganze Sache dann noch zusätzlich ab.

Doch bis das MSV-Team seinen Höhenflug starten konnte, mussten die ersten 20 Minuten überstanden werden und diese hätten die Partie auch ganz anders ausgehen lassen können. Groß Machnow war zunächst das eindeutig bessere Team, während die Hausherren noch nach ihrem Ryhthmus suchen mussten. Demzufolge ging die Eintracht verdient mit 0:1 in Führung und bei diesem Treffer sah die Zossener Defensive alles andere als gut aus, da man den Ball nicht energisch genug klären konnte. Man war auch die folgenden Minuten nicht so wirklich im Spielgeschehen, trotzdem gelang der 1:1-Ausgleich. Ein Paß konnte im Mittelfeld von Patrick Laser abgefangen werden, der den Ball wieder direkt in die Spitze leitete. Groß Machnow spielte auf Abseits, was glücklicherweise nicht ganz klappte und Patrick Wetzel gelang prompt der erste Treffer, nach seiner Rückkehr vom Bundeswehr-Einsatz. In den nächsten Minuten fiel dann die Vorentscheidung, wobei die Gäste Pech mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen hatten. Zunächst wurde ihnen ein an sich klarer Foulstrafstoß verweigert, allerdings hatte der Stürmer vorher den Ball eindeutig mit der Hand mitgenommen - von daher ausgleichende Gerechtigkeit. Die Treffer zum 2:1, bzw. zum 3:1 für die Hausherren durften so allerdings auch nicht fallen: beim 2:1 stand Torschütze Robert Hase klar im Abseits, vor dem 3:1 durch Sven Schröder, welches aus einem langen Befreiungsschlag resultierte, gab es kurz vor dem MSV-Strafraum ein nicht geahndetes Foulspiel. Den Hausherren sollte es egal sein, sie traf an den Entscheidungen des Referees keine Schuld. Von diesem Zeitpunkt an bestimmten sie die Partie und ließen diese sich nicht mehr aus der Hand nehmen.

Im zweiten Spielabschnitt versuchte Groß Machnow zwar noch einmal Druck zu entwickeln, doch die Zossener Abwehr stand über weite Strecken sehr sicher und falls es doch noch einmal brenzlig wurde, war Keeper Marcus Schulze zur Stelle. Mit dem 4:1 durch David Reichert war der Widerstand dann endgültig gebrochen und der MSV hätte ohne weiteres noch drei Treffer mehr erzielen können. So aber fiel kurz vor dem Abpfiff "nur noch" das 5:1 durch den eingewechselten Steffen Wetzel.

Fazit: Etwas Glück in der Anfangsphase, dann aber ein verdienter Sieg dank einer starken Mannschaftsleistung. Vielen Dank an dieser Stelle auch noch einmal an unseren lautstarken Anhang!!!

Aufstellung: Schulze, Vetter, Laser, Kasubke, P. Wetzel, Siwek (S. Wetzel), Reichert, Hase (D. Senff), Lupp, Schiemann (Gatermann), Schröder
Tore: P. Wetzel, Hase, Schröder, Reichert, S. Wetzel

MSV II - Wildau II  4:3

Mit diesem Ergebnis sorgte die zweite Männermannschaft für eine kleine Überraschung in der zweiten Kreisklasse und konnte gleichzeitig auch die Talfahrt der letzten Wochen (drei Spiele ohne Sieg, davon zwei Niederlagen) stoppen.

Natürlich darf nicht unerwähnt bleiben, dass man gegen den Tabellenführer einen sehr günstigen Zeitpunkt erwischt hat. Dieser kam mit gerade mal elf Mann nach Zossen gereist und die Spieler, die gefehlt haben, waren zudem auch noch wichtige Stammspieler. Trainer Lars Diebert hingegen musste zwar auch auf drei wichtige Akteure verzichten, hatte aufgrund des großen Kaders aber trotzdem die Qual der Wahl.

Die Anfangsphase gehörte dementsprechend auch den Hausherren. Unter anderem hatte man etwas Pech, das ein Schuß von Sven Schröder nur am Pfosten des Phönix-Gehäuses landete. Dann aber zogen die Gäste die Zügel deutlich an und bewiesen, dass sie derzeit zu Recht auf dem ersten Platz stehen. Sie kamen zu mehren guten Möglichkeiten und erzielten nach einem Eckball auch verdient das 0:1. Vom MSV war davor und danach nur noch wenig zu sehen. Doch kurz vor der Pause profitierte man von kapitalen Abwehrschnitzern der Wildauer und nutzte diese eiskalt aus. Zunächst landete nach einer Ecke ein schwacher Befreiungsschlag direkt auf den Füßen von David Lupp, der mit einem platzierten Schuß zum 1:1 ausglich. Kurz darauf spritzte Schröder in einen zu kurzen Rückpass Richtung Torwart und vollstreckte zum 2:1.

Nach dem Wechsel blieben die Gastgeber am Drücker. Wieder bekam Wildau den Ball nicht konsequent aus der Gefahrenzone und Schröder "bedankte" sich mit seinem zweiten Treffer - 3:1. Es hätte wenige Minuten später auch 4:1 stehen können, doch Mathias Steinhöfer vergab völlig freistehend die Riesen-Möglichkeit und setzte das runde Leder erneut nur gegen den Pfosten. So kam es nahezu zwangsläufig, wie es kommen musste. Die Gäste rafften sich noch einmal auf und es wurde wieder spannend. Noch zwei weitere male bewies die MSV-Defensive, dass sie bei Standards extrem anfällig sind - zwei Eckbälle reichte den Gästen, um zum 3:3 auszugleichen. Zudem hatten sie noch weitere drei gute Chancen aus dem Spiel heraus. Doch Diebert bewies ein gutes Händchen mit der Einwechslung von Dirk Peschka. In der Nachspielzeit ist er mit dem Kopf zur Stelle und überwindet den gegnerischen Keeper zum vielumjubelten 4:3.

Aufstellung: Schulze, Vetter, Kuchenbecker (Hase), Laser, Steinhöfer, Siwek (Peschka), Reichert, Kasubke, Lupp, Schiemann (Gatermann), Schröder
Tore: Lupp, Schröder (2), Peschka

MSV II - Schulzendorf II  1:1

Das alte Leiden der zweiten Männermannschaft in dieser Saison ist zurück: das Unentschieden. Nach zwei punkt-, tor- und sieglosen Spielen in Folge war es zwar wieder ein kleines Erfolgserlebnis für die Truppe von Lars Diebert, doch so richtig zufriedenstellen kann das mittlerweile siebte Remis in dieser Spielzeit auch nicht. Vor allem, weil immer mehr eine weitere eklatante Schwäche der Mannschaft zum Vorschein kommt - die Angst vor der Führung. Zum mittlerweile sechsten Mal hat man einen Vorsprung aus der Hand gegeben und damit wichtige Punkte im Abstiegskampf verschenkt.

Auch in dieser Partie sorgte das 1:0 nicht für die notwendige Ruhe, sondern eher dafür, dass die MSV-Elf zunächst nachlässig, dann nervös agierte. Aber der Reihe nach: Die ersten zehn Minuten benötigten die Hausherren, um in das Geschehen zu finden, während Schulzendorf von Beginn an recht offensiv auftrat. Dann übernahm jedoch Zossen das Zepter und ging nach rund 25 Minuten durch David Lupp, der einen Querpass von Marcel Schiemann über die Linie drücken konnte, mit 1:0 in Führung. Bis zum Seitenwechsel war der MSV spielbestimmend, ohne dies jedoch gewinnbringend ausnutzen zu können. Dies war vor allem bitter, weil die SG rund 15 Minuten verletzungsbedingt in Unterzahl spielen musste und erst im zweiten Durchgang wieder vollzählig war. Zudem war es ersichtlich, dass sich die Gäste nicht ohne weiteres fügen würden und das die zweite Halbzeit ein hartes Stück Arbeit werden würde.

Dies sollte sich nach dem Wiederanpfiff auch bestätigen. Schulzendorf kam mit mehr Schwung aus der Kabine und drückte die Hausherren vermehrt in die eigene Hälfte. Diese verlegten sich auf Konter, die aber mehrmals viel zu nachlässig ausgespielt wurden. Dennoch hatte man die 1000%tige Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen, doch frei vor dem leeren Tor wurde der Ball nicht richtig getroffen. Auf der Gegenseite lag der Ausgleich dann quasi in der Luft. Zunächst rettete Keeper Patrick Lubitz zweimal großartig, doch nach knapp 70 Minuten war auch er machtlos - 1:1. Dabei blieb es dann auch. Zwar versuchten beide Teams den Sieg noch nach Hause zu bringen, doch mit abnehmenden Kräften litt die vorher schon nicht sonderlich hohe spielerische Qualität der Partie noch weiter.

Aufstellung: Lubitz, Siwek, Cernas, Kasubke, Schemmel (D. Senff), Laser, Hase, Lupp, Steinhöfer, Schiemann, Peschka (Gatermann/Vetter)
Tor: Lupp

Schenkendorf II - MSV II  2:0

Allmählich wird es wieder kritisch. Mit der zweiten 0:2-Niederlage in Folge hat sich die zweite Männermannschaft als Absteiger erneut im Keller eingependelt. Das hat zwei Hauptursachen: natürlich die bisher vielen Unentschieden, die bis jetzt nicht viel weitergeholfen haben, dann aber vor allem die Harmlosigkeit in der Offensive. Ohne die Unterstützung von Ergänzungsspielern der Ersten ist man hier einfach zu dünn besetzt. Vor allem, wenn dann noch wichtige Spieler wie Schröder, Hase, Ermisch oder Jurkscheidt fehlen. Das war auch in dieser Partie deutlich zu sehen. Bis rund 20 Meter vor dem gegnerischen Tor sah es ganz passabel aus, doch was dann folgte, waren spielerische Katastrophen. Kaum ein vernünftiger Flankenball, kaum ein konsequenter Abschluß, fast jeder letzte Paß landete beim Gegner. Im Großen und Ganzen kam der MSV daher nur zu zwei nennenswerten Torchancen, einmal in der ersten Halbzeit, als Marcel Schiemann frei vorm Tor den Ball vorbeischob und im zweiten Durchgang, als sich Dirk Peschka im Kopfballduell durchsetzen konnte, der Ball aber knapp über die Latte hob.

Ansonsten hatte Schenkendorf über weite Strecken des Spiels deutlich mehr Ballbesitz und es kam immer wieder zu brenzligen Situationen im MSV-Strafraum. Doch vor allem in den ersten 45 Minuten hielt die Zossener Defensive gut dagegen. Erst in der 65. Minute kamen die Hausherren zum ersten Erfolgserlebnis: ein langer Ball konnte von Marcel Vetter nur mit der Fußspitze abgewehrt werden. Ein Schenkendorfer, gänzlich ohne Gegenspieler, nahm das Geschenk an und verwandelte eiskalt zum 1:0. Der zweite Treffer fiel in der ca. 80. Minute durch einen Gewaltschuß aus dem linken Winkel. Damit war die Partie entschieden und die Blau-Weißen gingen als verdienter Sieger vom Platz, gegen eine Zossener Elf, die zwar defensiv ganz gut stand und sich auch läuferisch gut präsentierte, die aber ansonsten ideenlos agierte.

Aufstellung: Lubitz, Vetter, Kuchenbecker, Cernas, Siwek, Reichert, Steinhöfer, Lupp, Kasubke (Laser), Schiemann (D. Senff), Gatermann (Peschka)

MSV II - Waßmannsdorf I  0:2

Die zweite Männermannschaft hat die Möglichkeit, den Anschluß an die Spitzengruppe zu halten, verpasst und ist endgültig im Niemandsland der Tabelle angekommen. Ganz „nebenbei“ bot das Team nach der Klatsche in Rangsdorf vor einigen Wochen die bisher schlechteste Saisonleistung. 

Da aber auch die Gäste lange Zeit nur limitierte Fußballkost boten, entwickelte sich ein grausiger Kick, den glücklicherweise nur wenige Zuschauer ertragen mussten. Zwar kam der MSV im ersten Durchgang zu drei 100%tigen Möglichkeiten, die jedoch mehr als kläglich vergeben wurden. Auch Waßmannsdorf hatte einige Chancen, doch zum großen Teil war es das reinste Fehlpassfestival. 

Das Bild ändere sich auch in der zweiten Halbzeit nicht wesentlich. Nur konnten die Gäste jetzt von gravierenden individuellen Fehlern der Hausherren profitieren. Nach einem groben Stellungsfehler konnte ein Waßmannsdorfer Stürmer nur per Foul nahe der Strafraumgrenze aufgehalten werden. Der Freistoß landete prompt zum 0:1 im Tor, wobei auch Keeper Patrick Lubitz nicht sehr gut aussah. Während aber in vielen vorangegangenen Partien bei der Zossener Elf eine gute Moral zu sehen war, bekam man heute zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass eine Wende hier noch möglich gewesen wäre. Zu kraft- und einfallslos agierten die Gastgeber in allen Belangen. Erst kurz vor Schluß hatte Marco Siwek die Riesen-Gelegenheit zum Ausgleich, doch frei vorm gegnerischen Gehäuse sprang ihm der Ball über den Fuß- dies war symptomatisch für die heutige Leistung der gesamten Mannschaft. Wenige Augenblicke vor dem Abpfiff erhöhten die Gäste nach einem Konter sogar noch auf 0:2.

Die „Zwote“ ist nicht in der Lage, 2-3 wichtige Spieler für die Offensive adäquat zu ersetzen, das war heute deutlich zu merken. Wenn dann auch die Einstellung nicht stimmt, in Verbindung mit zunehmend mangelnder Trainingsbeteiligung, ist halt kein Blumentopf zu gewinnen. Außerdem ist es seit einigen Wochen zu beobachten, dass die Stimmung auf dem Platz zunehmend schlechter wird, sobald es nicht wie gewünscht läuft. Dann wird der Fehler gerne bei anderen gesucht, anstatt sich selbst einmal an die Nase zu fassen – ein Unding!Aufstellung: Lubitz, Vetter, Cernas, Kasubke (Gatermann), Siwek, Schemmel, Reichert, Hase, Jurkscheidt (Peschka), Schiemann, Schröder (Kuchenbecker)

Wünsdorf II - MSV II  3:3

Die „Zwote“ hat nach dem Sieg gegen Mittenwalde II mit diesem Unentschieden den Anschluß an die Spitzengruppe verpasst. Denn mit einem Sieg hätte man an Wünsdorf vorbei auf Platz vier oder fünf der Tabelle vorstoßen können – nun aber verbleibt die Mannschaft im bedeutungslosen Mittelfeld und wird sich dort auch einrichten müssen. 

Es schien zunächst auch, als wenn sich die Spieler der Wichtigkeit dieser Begegnung nicht gewusst gewesen wären. Wünsdorf legte los wie die Feuerwehr und profitierte dabei von eklatanten Fahrlässigkeiten in der Zossener Defensive. Beim 1:0 konnte ein MTVer nach einer Ecke den Ball im Zossener Strafraum seelenruhig mit der Brust annehmen und aus der Drehung heraus einnetzen. Gegenwehr oder ein halbwegs vernünftiger Störversuch? Fehlanzeige!! Vor dem 2:0 verliert der MSV den Ball in der Vorwärtsbewegung und erneut wird der Zweikampf nicht gesucht. Das die anschließende Bogenlampe zum Sonntagsschuß mutiert und über Keeper Patrick Lubitz segelt – geschenkt. Doch als bereits alle das Schlimmste für die Gäste zu erahnen begannen, ging auf einmal ein Ruck durch die Elf und sie bewies tolle Moral. Denn noch vor der Pause konnte der Wünsdorfer Vorsprung egalisiert werden. Zunächst war Marcel Schiemann mit einem schönen Kopfball zur Stelle und erzielte den 2:1-Anschluß. Nur wenig später setzte Robert Hase nach einem Torwartfehler energisch nach und vollstreckte zum verdienten 2:2-Ausgleich. 

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie weiterhin spannend und abwechslungsreich. Beide Teams spielten mit offenem Visier und hatten mehrere Möglichkeiten. Zunächst war Zossen wieder am Drücker. Nach einer Hereingabe von links stand Schiemann erneut goldrichtig und schob den Ball aus Nahdistanz zum 2:3 über die Linie. Doch in der Folgezeit versäumte es der MSV, die Führung auszubauen und die Hausherren fanden nach und nach zurück in die Partie. Demzufolge konnte Zossen den Vorsprung mal wieder nicht über die Zeit retten und musste wieder nach einem Eckball das 3:3 hinnehmen. In der restlichen Spielzeit – zu diesem Zeitpunkt immerhin noch knapp 20 Minuten – gab es auf beiden Seiten noch mehrere dicke Möglichkeiten. Doch letztendlich blieb es bei dieser gerechten Punkteteilung, die aber keiner Seite unbedingt weiterhilft. 

Aufstellung: Lubitz, Vetter, Kuchenbecker, Kasubke, Schemmel, Reichert, Siwek (Marcel Ermisch), Hase (S. Wetzel), Schiemann, Schröder (Marco Ermisch)Tore: Schiemann (2), HaseMSV II - Mittenwalde II  3:1

Lang genug hats ja gedauert mit dem zweiten Saisonsieg. Unterm Strich war er aber hochverdient und er hat bewiesen, dass in der Mannschaft noch einiges an Potential steckt, wenn sie nur konzentriert und geschlossen auftritt.

Kurz nach dem Anpfiff musste der MSV zunächst aber eine Schrecksekunde hinnehmen, als nach einem langen Ball in den Strafraum ein Mittenwalder zum Kopfball kam. Doch glücklicherweise konnte André Kasubke noch kurz vor der Linie klären. Dann jedoch übernahmen die Gastgeber das Zepter und spielten sich einige gute Möglichkeiten heraus. Unter anderem landete der Ball gleich zweimal am Pfosten. Insgesamt gesehen dominierte man den Gegner eindeutig, doch leider war die Chancenverwertung mangelhaft, zudem rannte die Offensivabteilung immer wieder ins Abseits. Erst ein schwerer Stellungsfehler des Mittenwalder Keepers ermöglichte dem MSV die 1:0-Führung. Torschütze war Andreas Böcker (40. Minute). In der restlichen Spielzeit vor dem Seitenwechsel waren die Gäste aber auf einmal wieder da. In zwei Situationen hatte Zossen enormes Glück, das man nicht aus heiterem Himmel den Ausgleich "fressen" musste.

Keine zehn Minuten nach Wiederanpfiff, die Platzherren hatten das Geschehen wieder unter Kontrolle, setzte sich Böcker auf der linken Seite mustergültig durch und seine perfekt getimte Hereingabe brauchte Marcel Schiemann nur noch einzuschieben. Erst nach diesem Treffer kam es beim BSV zu einem Aufbäumen - dieses hatte es aber in sich. Der 2:1-Anschlußtreffer war hochverdient und die Zossener Elf brauchte fast 20 Minuten, um wieder in die Spur zurückzufinden. In dieser Phase hatte man Glück, dass Mittenwalde ebenso von der Abschlußschwäche heimgesucht war. Mit dem 3:1, wieder durch Schiemann, waren dann aber alle Messen gesungen und erneut verpasste man es, in den letzten Minuten das Ergebnis deutlicher zu gestalten.

Der Sieg war das Ergebnis einer kompakten Mannschaftsleistung, die das genaue Gegenteil zu dem Schauspiel war, welches man in der Vorwoche in Rangsdorf geboten hatte. Nicht zu vergessen sind auch die Spieler, die an diesem Tag nicht zum Einsatz kommen konnten und die heute aus verschiedenen Gründen komplett gefehlt hatten - auch ihr gehört dazu!

Aufstellung: Maaß, Vetter, Kuchenbecker, Kasubke, Haase, Schemmel (Peschka), Reichert, Steinführer, Schröder, A. Böcker (Gatermann), Schiemann (Marco Ermisch)
Tore: Böcker, Schiemann (2)

Rangsdorf II - MSV II  6:3

Am achten Spieltag ist es also geschehen – die erste Punktspielniederlage für die Mannschaft von Lars Diebert – und diese ist, das muss man sich ehrlich eingestehen, hochverdient!! Denn im gesamten Spielverlauf fühlte man sich an die katastrophale Abstiegssaison 2010/11 erinnert. Kaum Ideen, keine Bewegung ohne Ball, katastrophale Abwehrfehler, mangelndes Zweikampfverhalten – es kam eigentlich so gut wie alles zusammen.

Selbst die frühe Führung fiel sehr glücklich und konnte der Mannschaft nicht weiterhelfen. In der zweiten Minute schlug Rangsdorfs Keeper ein Luftloch und David Reichert konnte zum 0:1 ins leere Tor einschieben. Doch was der MSV in der Folgezeit ablieferte, ist unerklärlich. Rangsdorf wurde mit zunehmender Spielzeit immer stärker und hatte vor allem im zentralen Mittelfeld die Hoheit. Zossen hingegen verlor sehr viele Bälle in der Vorwärtsbewegung, wodurch man immer wieder in Konter rannte. Die nächste halbe Stunde konnte dennoch überstanden werden, wenn auch mit viel Glück, u.a. traf der SVR gleich doppelt den Pfosten. Dann aber gelang den Hausherren noch vor dem Seitenwechsel der Doppelschlag zum 2:1.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchten die Gäste dann etwas energischer aufzutreten, doch leider blieb es bei den Versuchen. Erfolgversprechende Angriffe wurden nicht konzentriert ausgespielt, bzw. agierten die Hausherren in der Defensive sehr konzentriert und unterbanden jegliche Bemühungen schon rechtzeitig. Somit kam der MSV nur durch zwei Fernschüsse zu halbwegs nennenswerten Torchancen. Rangsdorf hingegen konnte weitere individuelle Fehler der Zossener eiskalt ausnutzen. Bei den nächsten beiden Gegentreffern sah nämlich Torwart Patrick Lubtiz und seine Abwehr alles andere als souverän aus. Nach dem 4:1 war die Partie dann entschieden, alle weiteren Treffer in der Schlußviertelstunde können nur noch als Zugabe für die Zuschauer betrachtet werden. Dem 4:2-Anschluß durch Sven Schröder folgte das 5:2, erneut Schröder verkürzte auf 5:3, das 6:3 fiel dann in der Schlussminute.

Aufstellung: Lubitz, Schröder, Cernas, Kuchenbecker, Siwek, Rösch (Vetter), Schemmel (Haase), Reichert, Kasubke (Peschka), Ermisch, Steinhöfer
Tore: Reichert, Schröder (2)

MSV II - Schönefeld I  2:2

Allmählich werden die Zahlen beeindruckend – bisher sieben Punktspiele in dieser Saison, alle ungeschlagen, doch davon sechs Mal unentschieden gespielt, wiederrum drei Mal davon mittlerweile 2:2…egal, wie man diese Zwischenbilanz auffassen möchte, beeindruckend ist sie irgendwie schon.

Warum es gegen Schönefeld wieder nicht zu einem vollen Erfolg gereicht hat, kann eindeutig gesagt werden: der MSV erwischte eine sehr schwache erste Halbzeit, in der man zwar mehr Spielanteile hatte, aber letztendlich nur eine wirklich nennenswerte Chance heraussprang. Diese stammte aus der siebten Minute und hätte eigentlich die Führung sein müssen: Marcel Schiemann kam nach einem schönen Spielzug an den Ball und befand sich nach einem kurzen Laufduell völlig allein vorm gegnerischen Keeper, doch leider wählte er in dieser Situation die schwierigste aller möglichen Varianten und setzte per Außenrist den Ball nicht nur am Torsteher, sondern auch am Tor selbst vorbei. Ansonsten agierten die Hausherren fast nur mit hohen und langen Bällen aus der Abwehr heraus, da alle Positionen davor zu wenig in Bewegung waren. Die Gäste hingegen setzten mit Kontern immer wieder Nadelstiche und hatten mit dieser Taktik deutlich mehr Möglichkeiten, die glücklicherweise alle vergeben wurden.

Zossen kam dann mit deutlich mehr Schwung in die zweite Halbzeit und versuchte nun, noch konsequenter zu spielen, doch der Treffer fiel auf der Gegenseite. Man verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung (Foul?) und spielte dann auf Abseits, was aber nicht klappte. Diese Gelegenheit ließ sich ein Gäste-Stürmer nicht nehmen und versenkte den Ball zum 0:1. Daraufhin führte MSV-Trainer Lars Diebert einige Umstellungen durch, die sich kurz darauf bezahlt machten. Zunächst führte der eingewechselte Steffen Wetzel eine Ecke aus, die von einem gegnerischen Verteidiger zum 1:1 ins eigene Tor gelenkt wurde (65. Minute). Rund zehn Minuten später ließ der ebenfalls eingewechselte Dirk Peschka den Ball zu Mannschaftsführer David Reichert prallen, der mit einem platzierten Schuß aus rund 16 Metern sein Team mit 2:1 in Führung bringen konnte. Doch leider wurde diese erneut nicht über die Zeit gerette. Fünf Minuten vor dem Abpfiff rannte man unverständlicherweise in einen Konter, der im Nachschuß zum 2:2-Ausgleich führte. Danach passierte auf beiden Seiten nicht mehr viel. 

Aufstellung: Lubitz, Schröder, Kuchenbecker, Cernas, Rösch, Gebuhr (Marco Ermisch), Schemmel (Laser), Kasubke (S. Wetzel), Reichert, Schiemann, Marcel Ermisch
Tore: Eigentor, Reichert

Anmerkung: die eingangs erwähnte Zwischenbilanz könnte sich nachträglich noch ändern. Die Partie gegen Zernsdorf I (Endstand 3:3) wird aufgrund zweier Regelverstöße durch den Schiedsrichter wiederholt. Der Ausschluß des SV Schönefeld aus dem FLB ist mittlerweile wieder aufgenommen worden. Alle Ergebnisse behalten somit ihre Gültigkeit.

MSV II - SC Eichwalde I  2:2

Ein Unentschieden, das am Ende auf beiden Seiten für lange Gesichter sorgte. Eichwalde stand als Tabellenletzter unmittelbar vor dem zweiten Saisonsieg und musste nach einer 2:0-Führung kurz vor Spielende den Ausgleich hinnehmen. Zossen II hingegen tritt nach dem fünften Unentschieden im sechsten Spiel auf der Stelle. Da tröstet es auch nur wenig, dass man weiterhin ungeschlagen ist.

Letzten Endes ist die Punkteteilung aber gerechtfertigt. Zwar hatte der MSV bereits nach rund fünf Minuten die Riesen-Gelegenheit in Führung zu gehen, doch Marcel Schiemann, in der Vorwoche noch überaus treffsicher, wählte allein vorm gegnerischen Keeper mit einem Lupfer die komplizierteste Variante, die dann auch prompt misslang. Danach war von den Gastgebern aber eine ganze Weile nicht mehr viel zu sehen. Man agierte zu statisch, vor allem die Bewegung ohne Ball war absolut mangelhaft. Da wirkten die Gäste weitaus spritziger und hätten sie einige vielversprechende Angriffe cleverer ausgespielt, wäre Patrick Lubitz im Zossener Gehäuse noch weitaus öfter in Gefahr gekommen. Erst nach rund einer halben Stunde wurden die Hausherren wieder gefährlicher, doch ging man sehr fahrlässig mit den sich bietenden Möglichkeiten um. Sowohl Marcel Ermisch als auch Robert Hase vergaben aus Nahdistanz. Nahezu folgerichtig gingen die Gäste in der 37. Minute verdient in Führung, nachdem die Zossener Abwehr überlaufen wurde und André Kasubke eine Flanke nicht energisch genug klären konnte.

Im zweiten Spielabschnitt waren die MSV-Akteure sichtlich bemühter, zumindest im kämpferischen Bereich war eine deutliche Leistungssteigerung zu verzeichnen. Spielerisch hingegen blieb vieles aber Stückwerk, da die Bewegung ohne Ball weiterhin verbesserungswürdig blieb. Eichwalde hingegen beschränkte sich auf Konterfußball, der auch vom Erfolg gekrönt zu werden schien, denn in der 61. Minute konnte der SC auf 0:2 erhöhen. Hierbei haderten die Zossener mit dem Schiedsrichter, da dieser angeblich eine Abseitsstellung übersehen haben soll, aber: wenn eine vorgelegen hat, dann war diese sehr knapp und ohne Linienrichter nun mal schwer zu sehen. In der Folgezeit hatte Eichwalde nach Kontern noch zwei weitere gute Gelegenheiten, die glücklicherweise nicht genutzt werden konnten. In der 70. Minute gelang Ermisch sein fast schon obligatorischer Treffer, nachdem er im ersten Schußversuch noch gescheitert war. Dieser 1:2-Anschlußtreffer setzte noch einmal Kräfte auf Zossener Seite frei, doch hätte es wahrscheinlich nichts genützt, wenn sich die Gäste durch eine unerklärliche Disziplinlosigkeit nicht selbst geschwächt hätten. Deren Spielführer, bis dahin eindeutig bester Mann auf dem Platz, verließ auf einmal wild schimpfend den Platz, nachdem er einem Mitspieler eine Ohrfeige verpasst hatte. In der Folgezeit ging bei seinen Mannschaftskameraden zunehmend die Ordnung verloren und es konnten kaum noch gefährliche Aktionen gestartet werden. Kurz nachdem der Schiedsrichter die Nachspielzeit angezeigt hatte, gelang dann doch noch der 2:2-Ausgleich. Dirk Peschka war nach einem Eckball per Kopf zur Stelle und erzielte sein erstes Saisontor.

Nach dem Abpfiff war man sich auf Zossener Seite einig, dass vor allem die schwache erste Halbzeit eine bessere Ausbeute verhindert hat. Unterm Strich aber steht ein Punkt, mit dem man zufrieden sein muss, auch weil die Mannschaft nach dem Rückstand eine tolle Moral beweisen hat.

Aufstellung: Lubitz, Schröder, Kuchenbecker, Cernas, Jurkscheidt (Marco Ermisch), Siwek (Hase), Kasubke, Reichert, S. Wetzel (Peschka), Schiemann, M. Ermisch
Tore: Marcel Ermisch, Peschka

Großziethen II - MSV II  3:3

Fünftes Spiel, viertes Unentschieden, weiterhin ungeschlagen - das ist die Bilanz der zweiten Männermannschaft nach dieser Partie. Dabei kann man aber durchaus mit dem Punkt leben, denn auch wenn Großziethen Aufsteiger ist, steht die SG auf dem zweiten Tabellenplatz und wenn man die Truppe beim Spiel sieht, weiß man auch, warum.

Zumindest in der ersten Halbzeit hat die Elf von Trainer Lars Diebert jedoch eine passende Antwort auf die technisch versierten und spielstarken Gastgeber gegeben. Im defensiven Bereich bot der MSV zunächst eine ausgezeichnete Leistung. Man verzichtete auf eine konsequente Manndeckung, sondern machte, wie man so schön sagt, die Räume dicht. Dadurch wurden viele Pässe bereits im Vorfeld abgefangen. Im offensiven Bereich hatte Zossen an diesem Tag mit David Lupp einen Spielgestalter mit viel Übersicht. Über ihn lief nahezu jeder Konter und er war an allen drei MSV-Treffern beteiligt. Der beste Spieler im hellblauen Dress war aber ohne Zweifel Marcel Schiemann. Zunächst schoß er in der zwölften Minute, nach einem schönen Pass genau in den Lauf, das 0:1. Dann konnten die Hausherren jedoch dem Geschehen eine zwischenzeitliche Wendung geben. Das 1:1 fiel nach einem katastrophalen Fehlpass im Zossener Mittelfeld, wobei der SG-Spieler aus rund 20 Metern einfach mal abzog, der Schuß dann aber derart abgefälscht wurde, dass er zu einer Bogenlampe wurde, die sich über Keeper Marcus Schultze ins Netz senkte. Ungefähr sechs Minuten später fiel das 2:1, auf ähnliche glückliche Weise: diesmal war es ein als Flanke gedachter Ball, der ungewollt im Tor einschlug. Ansonsten hatte Großziethen im ersten Durchgang eine einzige nennenswerte Chance aus dem Spiel heraus. Die Gäste hingegen bewiesen Moral und gingen noch vor dem Pausenpfiff wieder in Führung. Zweimal bewies Schiemann Nervenstärke und versenkte das runde Leder im gegnerischen Gehäuse. Bei besserer Chancenverwertung wären auch noch zwei Treffer mehr möglich gewesen.

Für den zweiten Durchgang war man sich aber bewusst, dass noch ein schweres Stück Arbeit auf einen wartet. Die ersten 10-15 Minuten nach Wiederanpfiff verpasste man es jedoch, den Sack zuzumachen, denn nach weiteren Kontern waren die Möglichkeiten da. Ab ungefähr der 60. Minute jedoch, drehten die Gastgeber auf. Nach einigen Wechseln und Umstellungen kam die SG nun beinahe im Minutentakt zu Großchancen. Mehrmals parierte Keeper Schultze großartig, oder die Schüsse wurden noch rechtzeitig von der MSV-Abwehr abgeblockt. Und wenn das nicht reichte, rettete das Aluminium. Leider konnte der Vorsprung dann doch nicht über die Zeit gerettet werden. Obwohl Großziethen nach einem Platzverweis (rote Karte wegen versuchter Tätlichkeit) bereits in Unterzahl spielte, fiel in der Nachspielzeit tatsächlich noch der Ausgleich - leider aus einer klaren Abseitsposition heraus, aber dennoch hochverdient für die Platzherren.

Den Auswärtspunkt kann das Zossener Team aber dennoch als Belohnung vor allem für die erste Halbzeit ansehen, in der man sowohl kämpferisch als auch taktisch eine sehr gute Leistung bot.

Aufstellung: Schultze, Schröder, Kuchenbecker, Gebuhr, Laser, Siwek, Wetzel (Hase), Lupp, Kasubke, Schiemann (Peschka), Steinhöfer
Tore: Schiemann (3)

MSV II - Großbeeren II  3:1

Endlich - der erste Saisonsieg und der erste Sieg für den MSV II überhaupt seit knapp einem dreiviertel Jahr. Und letzten Endes war er auch hoch verdient. Nun kann man die kommenden Aufgaben wieder etwas ruhiger angehen.

Die ersten 30 Minuten waren jedoch zum Eier abschrecken. Beide Teams boten überaus unansehnlichen Fußball. Kaum Bewegung, viele Fehlpässe, gänzlich uninspiriert. Daher folgt hierfür der berühmte Mantel des Schweigens. Nach einem schweren Abwehrfehler hatten die Gäste jedoch aus heiteren Himmel eine hundertprozentige Möglichkeit, um in Führung zu gehen, doch zunächst rettete Keeper Patrick Lubitz und dann glücklicherweise das Unvermögen des gegnerischen Stürmers. Dies schien für die Hausherren dann der Weckruf gewesen zu sein. Bis zum Halbzeitpfiff kam der MSV zu mehreren hochkarätigen Chancen. Doch diese blieben alle auf höchst nachlässige Weise ungenutzt, bzw. Großbeerens Keeper reagierte mehrmals bravourös. Aber auch die Grün-Weißen blieben nicht untätig. Zunächst wehrte Lubitz noch einen Freistoß klasse ab, kurze Zeit später wartete die gesamte Zossener Hintermannschaft bei einem Konter vergeblich auf den Abseitspfiff und plötzlich stand es kurz vor dem Seitenwechsel 0:1.

Doch im zweiten Durchgang bewiesen die Gastgeber eine tolle Moral. In der Defensive stand man nun um einiges sicherer - es ging in den zweiten 45 Minuten trotz aller Bemühungen keine ernsthafte Torgefahr mehr von Großbeeren aus - und in der Offensive wurden die Möglichkeiten nun endlich genutzt. David Reichert erzielte nach rund einer Stunde den langersehnten Ausgleich, nach einem schönen Doppelpass mit Marcel Ermisch. Rund zehn Minuten später setzte sich Mathias Steinhöfer auf der rechten Seite durch, sein Solo konnte nur mit einem Foulspiel gestoppt werden. Dieses sah der Referee knapp innerhalb des gegnerischen Strafraums, demzufolge Foulstrafstoß. Diesen verwandelte Ermisch sicher zum 2:1. In der Schlußphase legte er seinen zweiten Treffer nach, diesmal brauchte er nach einem Querpass den Ball aus Nahdistanz nur noch über die Linie zu drücken.

Aufstellung: Lubitz, Schröder, Kuchenbecker, Cernas, Rösch, Reichert, Gatermann (Marco Ermisch), Jurkscheidt (Peschka), Hase (Kasubke), Steinhöfer, Marcel Ermisch
Tore: Reichert, Ermisch (2)

Pokal: MSV II - Bestensee II  0:1

Die Meinungen gingen nach dieser Partie auseinander - war das Ausscheiden blamabel, weil der Gegner in der gesamten Spielzeit nur zu zehnt spielte (in den letzten zehn Minuten gar nur zu neunt, da der Torwart sich verletzt hatte), man bestimmt sieben hundertprozentige kläglich vergab und weil man vor allem in den letzten 30 Minuten eklatante koditionelle Schwächen offenbarte? Oder ist die Niederlage doch eher zu verkraften, da man den Pokalwettbewerb eh nur als etwas zweitrangiges ansah und man daher vielen Ersatz- und Ergänzungsspieler die Möglichkeit bot zu spielen und man dennoch zumindest in der ersten Halbzeit recht passablen Fußball bot?

Sei´s drum, der MSV II ist in der ersten Pokalrunde gegen einen höherklassigen Gegner ausgeschieden, der in den letzten Jahren den Aufstieg in die Kreisliga stets knapp verpasst hat - das bleibt unterm Strich, nicht mehr und nicht weniger. Die Gäste, wie bereits erwähnt, in ständiger Unterzahl, hatten die erste Möglichkeit, danach gab es dann einige für den MSV, die jedoch entweder durch den Union-Keeper klasse pariert wurden oder die ans Aluminium klatschten. Zum Ende der ersten Halbzeit war dann aber viel Leerlauf im Spiel. Die Gastgeber schafften es einfach zu selten, aufgrund von Unkonzentriertheiten ihre numerische Überlegenheit auszuspielen.

Die Quittung für diese Nachlässigkeiten kam dann kurz nach dem Wiederanpfiff. Die gesamte Zossener Elf schien dabei gedanklich noch in der Kabine gewesen zu sein. Zunächst wird der Ball in aussichtsreicher Position im Bestenseer Strafraum vertändelt, statt den Abschluß zu suchen. Ein gegnerischer Spieler treibt daraufhin den Ball gemächlich durch das ganze Mittelfeld ohne ernsthaft gestört zu werden. Und der Torschütze schaffte es, seinen Gegenspieler quasi auf dem Bierdeckel auszutanzen und einzunetzen. Nach diesem Treffer bemühten sich die Hausherren zwar um den Ausgleich, doch waren das eher hektische als durchdachte Bemühungen. Erst in der Schlußphase kam man wieder zu drei wirklich guten Möglichkeiten, die sehr leichtfertig vergeben wurden, aber auch Bestensee ließ einige dicke Konterchancen ungenutzt. Somit blieb es am Ende beim knappen, aber verdienten Erfolg für die Gäste.

Aufstellung: Lubitz, Schröder, Laser, D. Senff (Peschka), Rösch, Arndt (Kuchenbecker), Haase, Lupp, Reichert, S. Wetzel (Kasubke), Schiemann

MSV II - Zernsdorf I  3:3

Drittes Spiel, drittes Unentschieden. Die zweite Männermannschaft kommt nicht so richtig in die Gänge und muss bereits jetzt aufpassen, dass sie nicht den Anschluß ans obere Mittelfeld verliert.

Die Partie gegen die ambitionierten Zernsdorfer glich einer Achterbahnfahrt. Nach rund 20 Minuten hätte der MSV bereits vier Tore erzielt haben müssen. Andreas Böcker wählte völlig frei vorm gegnerischen Keeper die ungünstigste Variante, mit dem Außenrist abzuschließen, Marcel Schiemann verfehlte das leere Tor usw. usf. Der Einzige, der in dieser Phase traf, war Marcel Ermisch. Das allerdings war tatsächlich nur der 1:1-Ausgleich, denn vorher hatten die Gäste etwas überraschend getroffen. Nach dem Ausgleich war die Partie eine Weile lang ausgeglichen, ehe Zernsdorf kurz vor der Pause noch einmal die Zügel anzog. Die Gastgeber hatten mächtig Glück, nur den Gegentreffer zum zwischenzeitlichen 1:2 hinnehmen zu müssen.

Nach dem Seitenwechsel war dann der MSV wieder das aktivere Team. Zeitweise kamen die Gäste kaum geordnet über die Mittellinie, doch erneut stellten sich die Zossener „zu glatt“ im gegnerischen Strafraum an. Erst ein schwerer Torwartfehler ermöglichte Schiemann den 2:2-Ausgleich. Zernsdorf fing sich nun wieder, doch bevor die Mannschaft richtig in Tritt kam, gingen die Gastgeber durch einen leicht abgefälschten Freistoß von Sven Schröder mit 3:2 in Führung. Komischerweise kam es gleich nach diesem Tor zu einem kapitalen Bruch im Zossener Spiel. Zernsdorf berannte nun den MSV-Strafraum und das nicht nur mit der Brechstange, sondern auch mit spielerischen Mitteln. Mehrmals hatte Zossen riesiges Glück, u.a. bei einem Fernschuß, der vom Innenpfosten wieder ins Feld zurücksprang oder als das Tor zwar bereits verwaist, der Winkel aber einen Tick zu spitz für den gegnerischen Angreifer war. Gerade in diesem Spielabschnitt, in dem sich Zossen mit dem Mut der Verzweiflung gegen den Ausgleich stemmte, machte sich der bis dahin recht vernünftig (abgesehen von etlichen Abseitsentscheidungen) pfeifende Schiedsrichter zur Hauptfigur. Ca. zwölf Minuten vor Schluß verweigerte er dem MSV die dritte Auswechslung und ließ auch den zuvor ausgewechselten Spieler nicht mehr zurück auf das Feld. Damit musste man unfreiwillig in Unterzahl die Partie beenden. Als Grund führte er an, die betreffenden Spieler hätten nicht auf dem Spielbogen gestanden – das Gegenteil konnte ihm nach dem Abpfiff schwarz auf weiß bewiesen werden. Ungefähr sieben Minuten vor Spielende fiel dann tatsächlich das 3:3 – hochverdient zwar für Zernsdorf, dennoch aus einer klaren Abseitsposition heraus. Zu anderen Zeiten in dieser Begegnung hätte der Referee dies gepfiffen. Zum Abschluß zückte er gegen Mannschaftskapitän Marcel Vetter in der 90. Minute die gelb-rote Karte. Die gelbe kurz zuvor wegen eines Foulspiels war ganz klar korrekt, aber einen Mannschaftsführer auf die Frage hin, warum man denn nur zu zehnt spielen dürfe, mit hochrotem Kopf wie einen kleinen Jungen anzubrüllen wirkte auch nicht gerade deeskalierend!!!

Wie dem auch sei, mit dem Punkt muss und kann Zossen am Ende leben, denn Zernsdorf hatte letztendlich die besseren Chancen und erwies sich auch spielerisch als sehr harte Nuss. Auf der anderen Seite waren die 90 Minuten sehr fair und respektvoll. Vor allem mit der Offensive sollte der SVZ in diesem Jahr ein deutliches Wort in Sachen Aufstieg mitzureden haben.

Aufstellung: Schulze, Vetter, Gebuhr (Cernas), Kuchenbecker, Laser, Reichert, Schiemann, Schröder, Kasubke, A. Böcker (Mücke), Ermisch
Tore: Ermisch, Schiemann, Schröder

MSV II - Sperenberg I  0:0

Das zweite Unentschieden in Folge in dieser noch jungen Saison für die zweite Männermannschaft des MSV. Und ähnlich wie in der Vorwoche gegen Groß Machnow ist es ärgerlich, dass es nicht mehr geworden ist.

Die Hausherren waren nahezu die gesamte Spielzeit über die bessere Mannschaft, ließen es aber im gegnerischen Strafraum an letzter Konsequenz vermissen. Es wurde lieber noch einmal quer gespielt, als den Abschluß zu suchen, daher war der MSV nicht in der Lage, einen Treffer zu erzielen. Wirklich hochkarätige Chancen, die den Sperenberger Schlußmann zu Glanzparaden gezwungen hätte, waren daher in den gesamten 90 Minuten Mangelware. In der Defensive hingegen, ließ man die Gäste, die in der Vorwoche immerhin fünf Treffer erzielt haben, kaum zum Zuge kommen. Nur selten wurde es für das Zossener Tor gefährlich und wenn doch, war Schlußmann Marcus Schulze dank seines guten Stellungsspieles zur Stelle.

Achillesferse im Spiel der Gastgeber war also die Offensive, die bis ca. 20 Meter vor dem KSV-Gehäuse recht gefällig agierte, dann aber, wie bereits erwähnt, deutliche Schwächen aufwies. Dennoch kann man mit dem Saisonstart im Großen und Ganzen zufrieden sein.

Aufstellung: Schulze, Vetter, Kuchenbecker, Cernas, Rösch, Laser, Kasubke (Arndt), Schüler (Gatermann), Reichert, Schiemann, S. Wetzel  (Lubitz)

Groß Machnow - MSV II  2:2

Wie ist diese Punkteteilung einzuordnen? Als halbwegs gelungener Neubeginn nach der katastrophalen Abstiegssaison? Oder doch als Fortsetzung eben dieser? Als unglücklicher Punktverlust oder als glücklicher Punktgewinn? Eine genaue Beantwortung wird erst in den kommenden Wochen möglich sein, aber wahrscheinlich wird von allem etwas dabei sein.

Fakt ist, das der MSV zur Halbzeit verdient mit 2:0 führte. Zwar war die Partie von außen nicht sonderlich schön anzusehen, aber in einem erstaunlich emotionslosen Derby boten die Gäste die taktisch bessere Leistung und hatten auch ein Chancenplus. Die Führung erzielte Marcel Ermisch durch einen Foulstrafstoß, nachdem Mathias Steinhöfer mit einem Solo durch die Groß Machnower Abwehr gebrochen war und nur noch regelwidrig gestoppt werden konnte. Ungefähr zehn Minuten später konnte Sven Schröder nach einer Hereingabe von Ermisch auf 2:0 aus Zossener Sicht erhöhen. Die Hausherren wurden erst zum Ende der Halbzeit in der Offensive etwas gefährlicher, in einer Situation hatte der MSV großes Glück, dass ein Stürmer völlig freistehend den Ball nicht richtig treffen konnte, aber wie erwähnt: zu diesem Zeitpunkt war die Führung verdient.

Dass die Eintracht sich aber nicht von einem 0:2-Rückstand abschrecken lässt, hat sie in ihrem Relegationsspiel vor einigen Wochen bewiesen. Mit den nun lauter werdenden Fans im Rücken schnürte man die Zossener Elf von Beginn des zweiten Durchgangs an in deren eigenen Hälfte ein. Der Knackpunkt der Partie war dann die 57. Minute, als der kurz zuvor bereits verwarnte Schröder sich die Ampelkarte einhandelte. Hier muss man aber deutlich feststellen: der Schiedsrichter verteilte die Karten absolut ungleichmäßig. Auf Groß Machnower Seite ließ er viele taktische Fouls ohne Ermahnung durchgehen und ignorierte auch einige Nickligkeiten. In Überzahl kamen die Platzherren nun zu einer Vielzahl an Möglichkeiten, während bei Zossen zunehmend die Ordnung und die Kräfte schwanden. Ein Freistoß krachte an die Latte des MSV-Tores, kurz darauf parierte Schlußmann Marcus Schulze einen Schuß aus Nahdistanz in Weltklasse-Manier usw. usf. Rund eine Viertelstunde vor Schluß fiel dann aber der längst überfällige Anschlußtreffer und Zossens "Zwote" bewies in der restlichen Spielzeit die aus der letzten Spielzeit schon längst bekannte fehlende Cleverness. In der 85. Minute fiel nämlich tatsächlich der Ausgleich, wobei dem Treffer ein unnötiger Ballverlust vorausging. Kurz darauf handelte sich Patrick Wetzel ebenfalls die gelb-rote Karte ein und man konnte froh sein, dass die Partie nicht übermäßig viel Nachspielzeit hatte.

Aufstellung: Schulze, Vetter, Gebuhr, Lupp, Reichert, Siwek (Kasubke), Kuchenbecker (Schüler), Schröder, Steinhöfer, Ermisch, P. Wetzel
Tore: Ermisch, Schröder

 

Saison 2010/11

KW II - MSV II  3:1

Erneut reiste die zweite Männermannschaft nur mit einer absoluten Rumpfelf an, erneut wurde sie etwas unter Wert verkauft, auch wenn am Sieg des Gegners letztendlich nichts zu rütteln gab. Chrsitan Maaß musste wieder auf als Feldspieler aushelfen, Trainer Lars Diebert und Marcus Schulze, derzeit an der Hand verletzte Stamm-Keeper der Ersten waren die Alternativen auf der Auswechselbank und Sven Schröder, eigentlich Feldspieler bei der Ersten, stand im Tor.

Somit blieb nur die gleiche Taktik wie gegen Blankenfelde und auch an diesem Tag ging sie lange Zeit wieder auf. KW, die auch nur einen Wechsler auf der Bank hatten, waren natürlich feldüberlegen, doch wirklich hundertprozentige Chancen konnten sie sich zunächst nicht herausspielen. Erst als der MSV in der 30. Minute einen Angriff nicht konsequent genug klären konnte, gingen die Hausherren durch einen Sonntagsschuß, der mit Sicherheit so nicht gewollt war, mit 1:0 in Führung. Nach diesem Rückstand verloren die Zossener leider etwas ihre taktische Linie und KW kam noch zu einigen Möglichkeiten, die leider ungenutzt blieben.

Zur zweiten Halbzeit wechselte Zossens Trainer den lange verletzten Jens Bujack aus der Ersten ein und mit ihm kam prompt frischer Wind in die Angriffsbemühungen des MSV. KW blieb zwar auch weiterhin das dominantere Team, doch wenn Zossen die sich bietenden Kontermöglichkeiten besser ausgespielt hätte, wäre sicherlich mehr drin gewesen. So musste man leider auch noch das 2:0 hinnehmen und auch bei diesem Treffer zeigte es sich, dass viele MSV-Spieler in den wirklich entscheidenden Situationen einfach zu früh abschalten. Zudem konnte sich auch Schröder einige male auszeichnen, womit er sein Team noch im Spiel hielt. Die Gäste hätten nämlich dem Geschehen tatsächlich noch eine Wendung geben können. Zunächst wurde ein Schuß von Martin Gatermann von einem Feldspieler noch gerade so von der Linie gekratzt, dann erzielte Daniel Rösch den 2:1-Anschlußtreffer und auch David Reichert und Bujack hatten jeweils noch eine gute Möglichkeit. Doch leider blieben diese ungenutzt und in der Nachspielzeit erzielten die Hausherren im Nachsetzen dann auch noch das 3:1.

Eine kleine Anmerkung sei noch erlaubt: wenn der KFV Dahmeland Schiedsrichter aus einem benachbarten Fußballkreis anfordern muss, ist das eine Sache. Nur sollte man diese Sportkameraden darauf hinweisen, dass bei uns bis zur 1. Kreisklasse die Linienrichter, die ja von den jeweiligen Vereinen gestellt werden, kein Abseits winken. Wenn er dann aber doch Abseits pfeift, obwohl, wie tatsächlich Geschehen, der KWer Trainer die Fahne unten lässt, muss er sich über einige kritische Fragen nicht wundern und der geneigte Beobachter wundert sich mal wieder über die mangelnde Kommunikation.

MSV II - Blankenfelde/Mahlow II  0:3

Vor dem Spiel gegen den haushohen Favoriten war es eigentlich ein eher müder Haufen Zossener, die sich auf dem Sportplatz versammelten. Gerade mal zwölf Spieler konnte Trainer Lars Diebert um sich versammeln - und er war einer davon. Zudem musste auch Christian Günther, eigentlich etatmäßiger Keeper, als Feldspieler aushelfen.  Die Zeichen standen also auf haushohe Niederlage und vielleicht wäre es auch so gekommen, wenn die Gäste das Spiel vielleicht nicht allzu sehr auf die leichte Schulter genommen hätten.

Eins vorweg: Die Blankenfelder sind eine spielerisch sehr starke Mannschaft und wenn der Aufstieg gelingen sollte, wäre er auch verdient. Man würde höchstens an einem Punkt scheitern: an der Chancenverwertung, denn scheinbar wollen die BSC-Spieler in "Schönheit sterben" - zumindest konnte man nach der Partie dieser Ansicht sein. Denn der MSV hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn er zur Pause bereits mit 0:6 hinten gelegen hätte, doch tatsächlich stand es 0:0. Der MSV hielt, gemessen am verfügbaren Potential, so gut wie möglich dagegen. Sehr defensiv eingestellt, versuchte man die eigene Häfte komplett zuzustellen. Oftmals gelang das auch, mit großem Einsatz wurden viele Angriffe des Gegners unterbunden. Dennoch kam der BSC etliche male gefährlich vor das Zossener Tor, doch wie erwähnt, wurden die größten Möglichkeiten fahrlässig ausgelassen.

Änlich ging es auch im zweiten Spielabschnitt weiter, doch da die Gäste nun mit allen Spielern in der MSV-Hälfte standen, konnte Zossen in Form von Kontern nun auch einige Offensivaktionen beitragen. Leider wurde die Partie in der 70. Minute dann durch einen unberechtigten Foulstrafstoß vorentschieden, denn der Schiedsrichter war wohl der einzige Akteur auf dem Platz, der in dieser Situation ein Foul gesehen hatte. Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass der Referee in der ersten Halbzeit bei eindeutigeren Situationen beide Augen zugedrückt hatte. Allerdings hätte er nur kurz darauf auch Elfmeter für den MSV anzeigen müssen. Was war passiert? Zossen fährt gegen weit aufgerückte Blankenfelder einen Konter und Patrick Wetzel zieht in den Strafraum. Doch statt quer zu legen, scheitert er im Allleingang am gegnerischen Keeper. Der Nachschuß wird aber eindeutig von einem Bankenfelder Arm abgeblockt, doch leider ließ der Unparteiische weiterlaufen. An dieser Stelle der unerwartete Ausgleich und das Geschehen hätte eine andere Wendung bekommen. So aber konnte der Aufstiegsaspirant in der Nachspielzeit das Ergebnis noch um zwei Treffer hochschrauben, auch wenn er in der zweiten Halbzeit bei weitem nicht mehr so viele klare Möglichkeiten hatte wie im ersten Abschnitt.

MSV II - Glienick I  1:4 / MSV II - Mittenwalde II  4:3

Am Osterwochendende hatte die "Zwote" gleich zwei richtungsweisende Spiele vor der Brust - sollte der Abstieg wirklich unvermeidbar sein oder gibt es doch noch Hoffnung auf den Relegationsplatz, wenn nicht gar auf den Drittletzten Platz? Eins vorweg: das Ergebnis fiel leider "nur" durchschnittlich aus. Von erhofften sechs Punkten wurden nur drei geholt, diese halten die Hoffnungen aber immerhin am Leben.

Im Derby gegen Glienick war leider um einiges mehr drin, als es das Ergebnis aussagt. Die SG war zwar über weite Strecken klar spielbestimmend, doch der MSV wehrte sich tatkräftig und bemühte sich selber um Chancen. Leider waren es zwei - sagen wir mal - unglückliche Entscheidungen des Schiedsrichters, die der Partie die entscheidende Wendung gaben. Nach dem 0:1-Pausenrückstand war es Patrick Wetzel, der zum 1:1 ausgleichen konnte. Im direkten Gegenzug wurde beim Glienicker Angriff eine klare Abseitsstellung übersehen und die Hausherren konnten wieder einem Rückstand hinterherrennen. Nur wenig später bekam der MSV eine Ecke zugesprochen. Diese wurde scharf in den Strafraum der Gäste hereingeschlagen und Martin Gatermann konnte seinen Kopf dazwischen halten. Der Ball wurde erst klar hinter der Torlinie wieder aus dem Tor geschlagen, doch für den Referee leider nicht klar genug. Die folgenden wütenden Angriffe der Platzherren brachten leider auch keine nennenswerten Erebnisse zustande. Mit dem Treffer zum 1:3 war dann natürlich die Entscheidung gefallen (ein Abschlag vom SG-Keeper hebelte die gesamte MSV-Defensive aus) und das 1:4 kurz vor Schluß war dann nur noch Ergebniskosmetik.

Auch im Kellerduell gegen Mittenwalde (Vorletzter) sah es zunächst ganz düster aus für Zossen. Mit einem Doppelschlag in der 18. und 20. Minute lag man bereits mit 0:2 wieder im Rückstand, doch noch vor der Pause konnten die Gastgeber das Geschehen drehen. Daniel Rösch mit einem (haltbaren) Freistoß, Patrick Wetzel und Andreas Böcker waren mit ihren Treffern verantwortlich für den 3:2-Pausenstand. Im zweiten Durchgang erhöhte Böcker gar auf 4:2 und Zossen hatte noch einige weitere Möglichkeiten für Treffer. Als der BSV sich mit einer Ampelkarte personell dezimierte, schien der Sieg in sicheren Tüchern, doch Mittenwalde bewies noch einmal Moral. In Unterzahl bekam man einen (fragwürdigen) Strafstoß zugesprochen, der zum 4:3 führte und danach war auf Zossener Seite noch einmal das große Zittern angesagt. Doch mit etwas Glück und viel Engagement konnte man den ersten Sieg in der Rückrunde über die Zeit bringen.

Fichte Baruth I - MSV II  3:0

Die erste Halbzeit wurde abgepfiffen und es stand 0:0 - das dies schon als Erfolg gefeiert wurde, ist für die jetzige Situation schon mehr als bezeichnend. Aber solch kleine Schritte sind vielleicht notwendig, um wieder zu besseren Zeiten zurückzukehren.

Die Hausherren hatten zwar von Beginn an mehr Spielanteile, aber die MSV-Mannschaft arbeitete in der Defensive sehr konzentriert und ließ nur zwei wirklich gute Chancen für die Baruther zu. In der Offensive blieb - wie eigentlich schon die ganze Saison über - vieles nur Stückwerk. Nur ein Freistoß von André Kasubke, der nur knapp über die Latte strich, kann als gute Möglichkeit verzeichnet werden.

Leider ließ man sich zu Beginn des zweiten Durchgangs wieder total überrumpeln. Die zweite Halbzeit war keine fünf Minuten alt, als Fichte die 1:0-Führung erzielen konnte. Vorausgegangen war ein unnötiger Ballverlust der Zossener und beim schnellen Konter ließ Kasubke seinen Gegenspieler sträflich allein, der prompt einnetzte. Das Folgende war dann mal wieder typisch für eine Mannschaft, die im untersten Tabellenkeller feststeckt: der MSV agierte nun auch in der Offensive etwas mutiger, doch statt belohnt, wurde er dafür bestraft. Eine Schußmöglichkeit von David Reichert parierte der Baruther Keeper großartig, der eigentlich planlose Befreiungsschlag entwickelte sich aber doch noch zu einem Angriff der Platzherren, der postwendend zum 2:0 führte. Aber auch in der Folgezeit gaben sich die Gäste nicht auf. Nach einer Ecke kam Benjamin Russlies zum Kopfball, doch der Ball konnte gerade noch von der Linie gekratzt werden. Kurze Zeit später gab es eine weitere ungenutzte gute Möglichkeit für den MSV. Auf der Gegenseite hatten auch die Baruther gute Chancen, eine davon wurde aus zwei Metern vor dem leeren Tor vergeben!! Doch letztendlich fiel nur noch das 3:0.

Was bleibt unterm Strich nach dieser erneuten Niederlage? Die Mannschaft hatte mal wieder mit argen Besetzungsproblemen zu kämpfen, selbst Trainer Lars Diebert musste ab Mitte der zweiten Halbzeit ran. Durch die ständigen Umstellungen kann sich das Team leider auch nicht vernünftig einspielen. Trotzdem zerfleischen sich die Spieler nicht, Frustaktionen bleiben aus und die Partien mit Zossener Beteiligung sind nach wie vor sehr fair. (Vielleicht manchmal auch zu fair. Es ist Abstiegskampf und da muss man auch mal "Gras fressen").

Aufstellung: Maaß, Vetter (Gatermann), S. Wetzel, Kasubke, Rösch, Russlies, Reichert, Haase, P. Wetzel, Peschka, Patrick ? (Diebert)

MSV II - Miersdorf/Zeuthen II  0:4

Auch diese Niederlage spricht vom Ergebnis her eine deutliche Sprache und die Zeichen stehen bei der zweiten Männermannschaft mehr denn je auf Abstieg. Allerdings ist diese Niederlage deutlich zu hoch ausgefallen und der MSV hätte wenigstens zwei Tore verdient gehabt.

Im ersten Durchgang offenbarte sich aber deutlich, warum die Mannschaft knietief im Schlamassel steckt: obwohl man konzentriert begann und dem Gegner so wenig Platz wie möglich bot, präsentierte man mal wieder die Geschenke auf dem Silbertablett. Beim 0:1 reichte ein einfacher Querpass auf die rechte Seite, um die MSV-Defensive auszuhebeln, zudem stand der Zossener Keeper etwas zu weit vor seinem Tor. Beim 0:2, das aus einem Freistoß resultiert, sprang die ganze Mauer auseinander und machte damit den eigentlich schwachen Schuß unhaltbar und vorm 0:3 wurde ein eigener Einwurf in eigener Hälfte direkt zum Gegner geworfen, wodurch die aufgerückte Zossener Mannschaft natürlich auf falschem Fuß erwischt wurde. Unnötig zu sagen, dass die letzten beiden Treffer in den Minuten 41 und 44 gefallen sind.

Damit war die Partie natürlich bereits entschieden, doch komischerweise zeigten die Hausherren danach die beste Halbzeit seit langer, langer Zeit. Gut möglich, dass die Gegner angesichts der Führung zwei Gänge zurückgeschaltet und dies damit begünstigt haben, aber hätte Steffen Wetzel kurz nach dem Wiederanpfiff seine 1000%tige Möglichkeit genutzt, vielleicht wäre das Geschehen doch noch einmal richtig spannend geworden. Denn der MSV kam auch in der Folgezeit durch Robert Haase noch zu zwei weiteren guten Möglichkeiten, die jedoch leider etwas kläglich vergeben wurden. Ansonsten befand man sich mit den Gästen, die bei zunehmender Spieldauer natürlich auch noch zwei gute Konterchancen hatten, auf einer Augenhöhe, worauf sich für die restliche Saison vielleicht doch noch etwas aufbauen lässt. Das 0:4, wenige Sekunden vor dem Abpfiff war dann ohne jede Bedeutung.Aufstellung: Maaß, Vetter, Kuchenbecker, Kasubke, Dziewinski, Rösch, Russlies, Reichert, Schiemann (Peschka), Wetzel, Haase

12. Spieltag
SV Rangsdorf I - MSV II  6:3

Nach der Partie stand dem Zossener Trainer die Ratlosigkeit deutlich ins Gesicht geschrieben. Ratlosigkeit darüber, wie sein Team überhaupt einzuschätzen ist. Zwar spricht das Ergebnis eine deutliche Sprache, doch phasenweise war man dem Gegner auch ebenbürtig gewesen. Dann gab es allerdings auch wieder Phasen, in denen man wie eine C-Juniorenmannschaft auftrat und das eigene Tor den Rangsdorfern wie auf einem Präsentierteller darlegte. Als Beispiel kann hierfür die Anfangsphase dienen. Das Geschehen spielte sich zunächst hauptsächlich im Mittelfeld ab, da beide Abwehrreihen nur wenig zuließen. Nach rund 16 Minuten dann aber die etwas überraschende Führung für die Hausherren: sie bekamen einen Freistoß von halbrechter Position zugesprochen, und wie so häufig fehlte in der Zossener Mannschaft bei Standartsituationen die Zuordnung – 1:0. In der Folgezeit hatten aber Andreas Böcker und vor allem Steffen Wetzel zwei große Möglichkeiten zum Ausgleich und auch bei einigen anderen Angriffsversuchen hätte der Ball nur einen Tick besser abgespielt werden müssen und es hätten sich erfolgsversprechende Möglichkeiten ergeben. Dann aber fiel man in den letzten 15 Minuten vor der Pause wieder in den Trott eines sicheren Absteigers zurück und man lud den SVR zu den Treffern zum 2:0 und zum 3:0 regelrecht ein.

Direkt nach dem Wideranpfiff folgte dann die schlechteste Phase beim MSV. Der SVR hätte die Gäste, die teilweise herumirrten wie der berühmt-berüchtigte Hühnerhaufen, nun regelrecht abschießen können. Doch glücklicherweise brachten die Hausherren „nur“ den Treffer zum 4:0 zustande. Dann folgte wieder eine stärkere Zossener Phase. A. Böcker gelang mit einem schönen Heber das 4:1, David Reichert profitierte kurz darauf von dem Umstand, dass die Rangsdorfer über ein nicht gegebenes Foulspiel haderten und vollendete zum 4:2. Kurzzeitig kam damit wieder etwas Hoffnung auf der Zossener Bank auf. Doch Rangsdorf antwortete dann genau zum richtigen Zeitpunkt mit dem Treffer zum 5:2. Damit war die Partie natürlich endgültig entschieden und die anderen beiden Treffer waren nur noch Ergebniskosmetik. Für den MSV war Reichert zum zweiten mal erfolgreich.

Aufstellung: Maaß, Vetter (D. Rösch), Kuchenbecker, Dziewinski, C. Haß, S. Wetzel, Reichert, Jurkscheit, A. Böcker, T. Böcker (Peschka), S. Rösch
Tore: A. Böcker, Reichert (2)

11. Spieltag
MSV II - Eintracht Königs Wusterhausen II  1:3

Auch wenn es für die zweite Männermannschaft erneut eine Niederlage gab, sollte diese Partie aber als Mutmacher für die kommenden Aufgaben herangezogen werden. Denn auch, wenn es sich vielleicht eigenartig liest, aber ein Punktgewinn wäre für den MSV wirklich verdient gewesen und es hat nach langer Zeit mal wieder Spass gemacht, der Mannschaft zuzuschauen.

Dass es am Ende nicht zu einem Punkt gereicht hat, hatte natürlich seine Ursachen, die sich schon durch die gesamte Saison ziehen. Bei den Treffern zum 0:1 und 0:2 präsentierte sich die Zossener Defensive wie ein C-Juniorenteam - keine Zuordnung, unkonzentriert, wie ein Hühnerhaufen. Die Art, wie das 0:2 fiel, ist bezeichnend: Der Gegner bekommt ca. 20 Meter vor dem Zossener Tor einen Freistoß zugesprochen, alle MSV-Spieler drehen sich vom Ball weg und trotten mit ihren Gegenspielern mit, ohne mit der Idee zu rechnen, dass der Freistoß kurz ausgeführt wird. Ein Gäste-Spieler konnte sich den Ball also in aller Ruhe zurecht legen und dann zielgenau abziehen und das Spielgerät landete genau im Winkel. Und auch beim entscheidenden dritten Treffer der KWer in der zweiten Halbzeit wurde dem Torschützen artig Geleit gegeben, anstatt energisch anzugreifen.

Allerdings: abgesehen von diesen Situationen präsentierte sich die Zossener Abwehr über weite Strecken der Partie recht solideund Keeper Christian Maaß war erneut der sichere Rückhalt. Auch das zentrale Mittelfeld mit David Reichert und Dirk Jurkscheit funktionierte um Längen besser als die vorangegangenen Monate. Und vor allem trugen die Spieler aus der Dritten Mannschaft des MSV zur ansehnlichen Leistung bei. Philip Uckrow und Robert Cernas erfüllten die ihnen zugedachten Aufgaben mehr als zufriedenstellend, Tobias Griebnitz sorgte zunächst im Sturm für ordentlich Betrieb, später überzeugte er auch als Abwehrchef und Sven Grüneberg erzielte nicht nur den zwischenzeitlichen und hochverdienten Anschlußtreffer zum 1:2, sondern war auch sonst immer anspielbar.

Hätte Toni Böcker kurz vor der Pause nicht den Ball am leeren Tor vorbeigeschoben oder hätte sein Bruder Andreas in der zweiten Halbzeit seine hundertprozentige Chance genutzt, wäre eine Punkteteilung durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. Dennoch kann die Mannschaft auf die gezeigte Leistung aufbauen und es kündigt sich ja allmählich eine Verbesserung der Personalsorgen an, ein Teil der Verletzten ist kürzlich wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen, bzw. hat in der Dritten bereits Spiele absolviert.

Aufstellung: Maaß, Dziewinski, Cernas, Schiemann, T. Böcker, Uckrow, Reichert, Jurkscheit, A. Böcker, Grüneberg, Griebnitz (Vetter)
Tor: Grüneberg

8. Spieltag
Spgm. Halbe/Märkisch Buchholz I - MSV II  2:2

Drei Punkte aus der entfallenen Partie gegen Waltersdorf III am grünen Tisch erhalten, mit einem Punkt von einem direkten Abstiegskonkurrenten zurückgekehrt – endlich mal wieder ein gutes Wochenenden für die zweite Männermannschaft. Mit nun acht Punkten im Rücken kann man wieder etwas hoffnungsfroher nach vorne schauen. Obwohl nicht verheimlicht werden darf, dass spielstärkere Teams die Gäste vor allem in der zweiten Halbzeit „abgeschossen“ hätten, aber dazu später mehr.

Zunächst begann die Partie aus Zossener Sicht recht vielversprechend. Trotz einiger erneuter Umbesetzungen trat die Mannschaft als Einheit auf und bestimmte das Geschehen auf dem Spielfeld weitesgehend. Zwar kamen die Hausherren in den ersten 30 Minuten zu zwei sehr guten Möglichkeiten, die aber eher dem Zufall, bzw. individuellen Fehlern zuzuschreiben waren. Auf der Gegenseite nahmen die MSV-Spieler den Kampf an und hatten schon früh eine hundertprozentige Möglichkeit durch Toni Böcker. In der 20. Minute war dann Steffen Wetzel erfolgreich, der nach einem Konter sich den Ball erkämpfte und zum 0:1 vollenden konnte. Die Gäste schienen auf einem guten Weg, doch leider drohten Aussetzer alles wieder kaputt zu machen. Einer von diesen ermöglichte den Hausherren noch vor der Pause den Ausgleich. Torhüter Christian Maaß schoß den Ball in Bedrängnis genau zu einem Gegenspieler, der zum 1:1 traf. Nach diesem Rückschlag zeigte sich das MSV-Team geschockt und die Zuordnung ging verloren.

Dies setzte sich auch nach dem Seitenwechsel fort. Nahezu jeder Ball nach vorne ging verloren, die Aufteilung, vor allem im Mittelfeld, funktionierte eher schlecht als recht. Zudem ließen sich einige Zossener Akteure von der giftigen Stimmung, die auf dem Platz allmählich aufkam, beeindrucken und ablenken. In dieser rund 25-minütigen Phase hielt vor allem Keeper Maaß seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel, bzw. die Spieler von Halbe/Märkisch Buchholz überboten sich an Unzulänglichkeiten vor dem Zossener Tor. Dennoch schien alles auf eine Niederlage hinzudeuten, spätestens, als den Gastgebern 20 Minuten vor Schluß ein berechtigter Foulstrafstoß zugesprochen wurde, der zum 2:1 führte. Doch diesmal zeigten die Gäste Moral und bäumten sich noch einmal auf. Die Schlußphase gehörte dann wieder ihnen und nun hatte man auf einmal selber noch 3-4 gute Einschußmöglichkeiten. Eine davon konnte Toni Böcker aus Nahdistanz zum 2:2 nutzen. Unterm Strich, angesichts der Chancenverteilung, ein gerechtes Unentschieden.

Tore: S. Wetzel, T. Böcker

7. Spieltag
MSV II - Fichte Baruth I  0:5

Ein Spielbericht in Kurzfassung, denn allmählich wird es frustrierend, immer dasselbe niederschreiben zu müssen.

Zossen diesmal mit voller Mannschaft plus drei Wechsler, doch es funktioniert einfach immer noch nicht. Die Gründe wurden im Laufe dieser Saison mehrfach genannt, ebenso wie die Fehler, die jedesmal aufs Neue begangen werden. Mit dieser Leistung, vor allem im Defensivverhalten, wird man am Saisonende garantiert die Hundert knacken (im negativen Sinne, sprich Gegentore).

Aufstellung: Günther, Dziewinski, Kasubke, Kuchenbecker, Schiemann, Haase, A. Böcker, Reichert, Mücke (T. Böcker), Krenz (Peschka), S. Wetzel (Lange)

5. Spieltag
MSV II - Teupitz/Groß Köris II  5:4

Einige Spieler wussten wahrscheinlich schon gar nicht mehr wie es ist, als Sieger vom Platz zu gehen – seit Ende November 2009 hatte die zweite Männermannschaft nicht mehr gewonnen. Nun aber steht endlich mal wieder ein Sieg zu Buche, der am Ende trotzdem noch etliche Fragen offen ließ.

Da die erste Männermannschaft spielfrei hatte, konnte Trainer Lars Diebert einige Unterstützung von dieser Seite einbauen. Dies machte sich auf dem Spielfeld auch gleich bemerkbar. Bereits nach fünf Minuten hatte David Reichert die Führung auf dem Fuß, doch freistehend vor dem gegnerischen Tor verzog er kläglich. Die verdiente Führung für den MSV fiel dann rund zehn Minuten später. Ein Freistoß von der rechten Außenlinie, getreten von Christoph Jachan, fand punktgenau den Kopf von David Heners – 1:0. Nur kurze Zeit später ein ähnliches Bild: wieder Freistoß von Jachan von genau derselben Position, diesmal war Andreas Böcker der Abnehmer – 2:0. Zossen hatte den Gegner über weite Strecken im Griff, stand sicher in der Abwehr und wartete in der Offensive geduldig auf die Chancen. In der 33. Minute konnte Patrick Wetzel eine davon zum 3:0 nutzen. Nach diesem Treffer jedoch schalteten die Hausherren einen Gang zurück und prompt schlichen sich Unkonzentriertheiten in ihr Spiel. Teupitz wurde stärker und schafften es kurz vor dem Pausenpfiff auf 3:1 zu verkürzen, auch wenn der Treffer ein mustergültiges Eigentor eines Zosseners war.

Die Angst jedoch, dass dieses Tor den Gästen Auftrieb geben würde, wurde zunächst zerstreut. Direkt nach dem Wiederanpfiff nutzte Wetzel einen schweren Abwehrfehler und traf zum 4:1. Nach dem 5:1 (erneut durch Wetzel) schienen die Messen gesungen. Doch was in der Schlußviertelstunde auf Zossener Seite passierte, glich einer kleinen Katastrophe. Zum einen bewiesen die Gäste eine tolle Moral und gaben sich trotz des klaren Rückstandes zu keiner Zeit auf. Zum anderen aber ging bei den Platzherren jegliche Ordnung verloren. Die Zuordnung stimmte nicht mehr, statt überlegt nach vorne zu spielen, wollte nun scheinbar jeder Spieler noch ein Tor erzielen. Vor allem im zentralen Mittelfeld konnten die Teupitzer nun agieren wie sie wollten, eine Schwäche, die das Zossener Team bereits in der ganzen Saison verfolgt. Man muss sich das mal vorstellen - Zossen führt klar mit 5:1 und rennt trotzdem innerhalb der letzten 15 Minuten in mehrere Konter. Dies führte dazu, dass die Gäste tatsächlich noch drei Treffer erzielen konnten (einen davon durch einen Strafstoß), zudem landeten zwei Schüsse glücklicherweise nur am Pfosten. So leichtfertig darf man eine Partie einfach nicht mehr aus der Hand geben, denn hätte der Schiedsrichter nur noch fünf Minuten weiter spielen lassen, wäre wahrscheinlich der schlimmste Fall eingetreten.

Aufstellung: Schulze, Jachan, Kuchenbecker, Kasubke, C. Haß (Lange), Steinhöfer, Heners, Reichert, S. Wetzel, A. Böcker, P. Wetzel
Tore: Heners, Böcker, P.Wetzel (3) 

4. Spieltag
Union Bestesee II - MSV II  7:0

Gegen einen Aufstiegskandidaten kann man durchaus verlieren, darum geht es nicht, aber dass, was an diesem Tag von der zweiten Männermannschaft des MSV geboten wurde, war regelrecht peinlich. Selbst in der 3. Kreisklasse müsste man mit dieser Leistung um Punkte fürchten. Das Spiel zeigte auch, dass ein Großteil der Spieler (noch) nicht in der Lage ist, in der 1. Kreisklasse Schritt zu halten, vor allem in einer 1. Kreisklasse, die so stark ist wie dieses Jahr.

Natürlich wäre es jetzt falsch, sinnlos alles in Frage zu stellen. Die Bestenseer scheinen noch einen Tick stärker als letzte Saison, in der sie immerhin Dritter wurden. Der MSV hingegen ist zur Zeit nur eine zusammengewürfelte Truppe, in der es gehörig an Spielverständnis mangelt und in der Spieler, die jahrelang aufgrund von Verletzungen pausiert haben, gleich wieder ins Kalte Wasser geschmissen werden müssen, weil keine anderen Alternativen da sind. Auf einen Torwart musste man für diese Partie auch verzichten, mit Steffen Wetzel stand ein Feldspieler im Tor. Das unter diesen Voraussetzungen die berühmten Trauben eh nicht sonderlich hoch hängen, ist klar und dies sollte auch keinem zum Vorwurf gemacht werden. Doch die Fehler die gemacht wurden und die letztendlich zu den Gegentoren führten, waren einfach haarsträubend. Zudem kam eine Einstellung die von etlichen Zossener Akteuren an den Tag gelegt wurde, mit der man eher an einem Sonntagsspaziergang teilnehmen sollte.

Bereits nach rund sieben Minuten fiel der erste Treffer für Union und die Entstehung dazu sollte symptomatisch für die restliche Spielzeit werden. Ein Zossener Spieler kommt im Mittelfeld an den Ball, treibt ihn blindlings vor sich her um ihn dann am gegnerischen Strafraum einem Bestenseer Spieler zu „übergeben“. Dieser schaltete schnell, schlug den Ball direkt wieder Richtung Zossener Strafraum, an dem die entblößte MSV-Abwehr gegenüber von vier grün-gekleideten Gegnern keine Abwehrmöglichkeit hat. Auf diese Art und Weise ging es dann weiter. Bis zur Halbzeit stand es 0:4 aus Sicht der Gäste, alle Treffer wären bei Normalleistung zu verhindern gewesen. Selbst hatte man nur eine Chance durch einen Lattentreffer, aber dieser war zu 100 Prozent Zufall.

In der zweiten Halbzeit sah es nur geringfügig besser aus. Bestensee erzielte noch drei weitere Treffer, es hätten bei besserer Chancenverwertung auch durchaus mehr sein können. Dem MSV gelangen bei nachlassender Gegenwehr zum Ende der Partie hin tatsächlich 2-3 ansehnliche Spielzüge, David Reichert hatte sogar zwei gute Möglichkeiten den Ehrentreffer zu erzielen (seinen Weitschuß kratzte der Keeper aus dem Winkel, einen Foulstrafstoß kurz vor Schluss schoss er vorbei), aber im Großen und Ganzen war es eine Fortsetzung der ersten Halbzeit mit den selben Fehlern und Schwächen.

Größtes Problem für die zweite Mannschaft ist derzeit, dass sie eben noch keine Mannschaft ist. Aufgrund zahlreicher Umstellungen von Spieltag zu Spieltag kann kein gemeinsames Spielverständnis aufkommen. Zudem sind einige Spieler derzeit noch nicht in der Lage, in der 1. Kreisklasse Schritt zu halten und vermeintliche Leistungsträger sind weit davon weg, dies in Anspruch nehmen zu können. Aber wenigstens die kämpferische Einstellung sollte stimmen und selbst die war an diesem Tage nur phasenweise vorhanden ebenso wie das normale „Fußball-ABC“, dass man in diesem Alter beherrschen sollte. Es kann nur besser werden!!

Aufstellung: S. Wetzel, Vetter (Kranz), Dziewinski, Lange (C. Haß), Haase, Kasubke (Mücke), Reichert, Jurkscheit, Kuchenbecker, A. Böcker, Kricke

2. Spieltag
MSV II - Spgm. Kabow/Kablow-Ziegelei  1:3

Es war erst der zweite Spieltag der neuen Saison und Zossens „Zwote“ trat bereits jetzt schon mit einer Notelf an, die vor allem in der zweiten Halbzeit keine Chance mehr hatte, das Ruder noch herumzureißen.

Dies deutete sich bereits im ersten Durchgang an, doch hier wehrten sich die Gastgeber noch redlich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Die im Gegensatz zum Mittenwalde-Spiel gänzlich neuformierte Abwehr um Nick Dziewinski stand sehr tief und ließ zunächst nur Fernschüsse zu. David Heners und David Reichert versuchten das Mittelfeld zu ordnen und hin und wieder passable Angriffsbemühungen einzuleiten. Größtenteils sah man sich aber einem energischen Gegner gegenüber, der sich aber immer wieder in der Zossener Abwehr festrannte. Erst kurz vor dem Pausenpfiff kam dann zählbares zustande. Der MSV fuhr einen seiner seltenen Angriffe und rannte nach einem Ballverlust direkt in einen Konter. Der lang geschlagene Ball hätte zwar noch abgefangen werden können, doch Keeper Markus Schulze reagierte zu spät und quasi mit dem Halbzeitpfiff stand es 0:1.

Der zweite Durchgang verlief dann wie eingangs beschrieben. Auf Seiten der Gastgeber ließen bei einem Großteil der Spieler die Kräfte immer mehr nach, was auch nicht verwunderlich ist, wenn Akteure wie Christopher Haß, der verletzungsbedingt beinahe vier Jahre lang kein Spiel mehr bestritten hat, gleich ins kalte Wasser geworfen werden mussten. Oder wenn Trainer Lars Diebert auf den Routinier Sebastian Rösch zurückgreifen musste, der als Stand-By-Spieler auch nur noch vereinzelt zur Verfügung steht. Letztgenannter war es auch, dem der Ehrentreffer zum 1:3 kurz vor Spielende vorbehalten blieb. Ansonsten war die gesamte zweite Halbzeit ein Spiel auf das Zossener Tor und die Platzherren konnten sich bei ihrem Keeper bedanken, der mit mehreren starken Paraden dafür sorgte, dass das Ergebnis nicht deutlicher ausfiel.

Aufstelung: Schulze, Dziewinski, Lange, Kasubke, Vetter (C. Haß), S. Wetzel, Heners, Reichert, Haase, S. Rösch, Mildner
Tor: Rösch

1. Spieltag
BSV Mittewalde II - MSV II  1:1

Zwei Punkte verloren, statt einen gewonnen – diese Bilanz muss man nach dem Abpfiff dieses Spiels von Zossener Seite aus ziehen. Dabei wäre man vor dem Anpfiff mit diesem einen Zähler noch zufrieden gewesen, denn die Personalprobleme aus der letzten Saison, die eine der Hauptgründe war für die schlechte Saison, wurden mit in die neue Spielzeit übernommen. Erst kurz vor Anpfiff war die tatsächliche Startaufstellung klar. Doch die MSV-Mannschaft präsentierte sich spielfreudig wie lange nicht mehr und hätte einen deutlichen Sieg verdient gehabt, wäre man einfach kaltschnäuziger vor dem gegnerischen Tor gewesen.

Bereits in der ersten Halbzeit war man das klar bessere Team. Die Abwehr um Sven Schröder wirkte gut organisiert und ließ nur wenig zu. Besonders Nick Dziewinski (Neuzugang von den A-Junioren) und Robert Cernas („Leihgabe“ von der Dritten) überraschten mit ihren sehr guten Leistungen. Das Mittelfeld versuchte immer wieder mit spielerischen Mitteln den Weg zum gegnerischen Tor zu finden und im Sturm waren Robert Rebentisch und Marcus Kricke immer anspielbereit. Einzig der letzte entscheidende Paß fehlte oftmals. Dennoch hatten die Gäste bereits einige gute Chancen zu verzeichnen. David Heners scheiterte am BSV-Keeper, ein Kopfball von Dziewinski strich nur knapp vorbei. Die Hausherren hingegen versuchten aus einer stabilen Defensive heraus auf Konter zu spielen. Einer davon führte nach rund einer halben Stunde tatsächlich zum etwas überraschenden 1:0. Die Gäste brauchten einige Zeit, um sich von diesem Schock zu erholen, glücklicherweise kam dann auch die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang machte sich die Mannschaft das Motto, was von den Trainern zum Auftakt der Vorbereitung ausgegeben wurde – „Jetzt erst recht“ – zu Eigen und drängten mit voller Macht auf den Ausgleich. Die Chancen, die die Mannschaft sich erspielte, hätten für drei Partien gereicht. Heners, der eingewechselte John Kranz, David Reichert, Kricke – sie alle hätten mit ihren hundertprozentigen Möglichkeiten den Sack zu machen müssen. Doch jedes Mal versagten die Nerven. Einzig Rebentisch blieb in einer Situation eiskalt und netzte zum hochverdienten Ausgleich ein. Mittenwalde hingegen hatte im zweiten Durchgang enorme Probleme, sowohl im konditionellen als auch im kämpferischen Bereich. Erst in der Schlußphase der Partie konnte man sich wieder etwas befreien und kam durch einen Kopfball, der nur knapp über das MSV-Gehäuse segelte, zu einer weiteren hochkarätigen Möglichkeit. Ansonsten hatte Keeper Toni Böcker kaum Gelegenheiten, sich wirklich auszeichnen zu können.

Aufstellung: T. Böcker, Schröder, Dziewinski, Cernas, Rösch (Kuchenbecker), Heners, S. Wetzel, Reichert, Kasubke, Rebentisch, Kricke (Kranz/Vetter)
Tor: Rebentisch

 

Saison 2009/10

MSV II - SG Großziethen I  0:5

Angesichts der katastrophalen Rückrunde, fällt ein Spielbericht von der zweiten Männermannschaft immer schwieriger. Es sei mir daher verziehen, dass ich das „Elend“ (ohne jemand jetzt persönlich damit verletzen zu wollen) in kurzen Sätzen abhandle.

Der Kader wurde überwiegend mit Spielern aus der noch existierenden dritten Männermannschaft aufgefüllt und trotzdem standen nur 11 halbwegs gesunde Spieler zur Verfügung. Die Wechselspieler waren entweder angeschlagen oder kamen erst im Verlauf der zweiten Halbzeit auf dem Sportplatz an.

Dennoch verliefen die ersten 20 Minuten aus Zossener Sicht recht zufriedenstellend. Großziethen, immerhin viertbeste Rückrundenmannschaft, hatte zwar mehr Spielanteile, aber Chancen gab es auf beiden Seiten. Marcus Schultze im MSV-Gehäuse parierte zweimal sehr gut, auf der anderen Seite hatten Chrissy Gaebert und Chrsitian Mahn die Führung auf dem Fuß. Doch dann gab es zwei Vorkommnisse, die die Gastgeber total aus dem Takt brachten. Zunächst ließ Zossens Keeper einen mehr als haltbaren Ball zum 0:1 in das Tor flutschen, dann musste Julian Russlies, bis dahin stärkster Akteur auf Seite der Hausherren, ausgewechselt werden. Der MSV fand nicht mehr in die Partie zurück und musste noch vor der Halbzeit das 0:2 hinnehmen.

Damit war die Partie auch schon entschieden. Der zweite Durchgang war für die SG eher eine lockere Trainingseinheit als eine Herausforderung. Ganze drei Torschüsse brachte Zossen in diesem Zeitraum noch zustande, ansonsten brach man mehr und mehr Kräftemäßig ein. Es war eher der Hitze und der schludrigen Chancenverwertung der Gäste anzurechnen, dass „nur“ noch drei Treffer fielen. Die Luft war raus, die Kraft war weg – mit größter Mühe schleppt sich die Mannschaft in die Zielgerade dieser Saison. Doch man muss sich jetzt schon Gedanken machen, wie es weitergeht, denn in dieser Verfassung steigt man nächste Saison sang- und klanglos ab!!!

Aufstellung: Schultze, Vetter, J. Wckert, Gebuhr, Thiem, Rösch, J. Russlies, Molnar, Mahn, Gaebert, Kricke
Wechselspieler: Kasubke, Krüger, D. Senff

Spgm. Halbe/Märkisch Buchholz I - MSV II  3:2

Die gute Nachricht gleich zum Anfang: durch die Mellenseer 1:8-Niederlage gegen Friedersdorf/Gussow ist der Klassenerhalt dank des deutlich besseren Torverhältnisses (und sechs Punkten Vorsprung bei noch zwei ausstehenden Spielen) höchstwahrscheinlich. Das war´s allerding auch schon mit den guten Neuigkeiten. Für die neue Saison stehen derart viele Schwierigkeiten im Weg, die starke Zweifel aufkommen lassen, ob die Anmeldung einer zweiten Mannschaft in der 1. Kreisklasse überhaupt Sinn macht – das muss ganz deutlich gesagt werden!!

Dabei war in dieser Partie deutlich mehr möglich, sogar der erste Sieg in der Rückrunde (ohne Unterstützung vom „grünen Tisch“) war greifbar nahe. Doch man fuhr mit gerade elf Spielern nach Halbe, was bei der Wichtigkeit dieser Partie einfach mal der blanke Hohn war. Prompt geschah es dann auch, das Stefan Martin verletzt ausscheiden musste (er konnte noch durch Trainer Lars Diebert ersetzt werden, der nach Jahren sich mal wieder das Zossener Trikot überstreifte), und auch noch André Kasubke und David Reichert verletzungsbedingt hätten ausgewechselt werden müssen. Somit agierte das MSV-Team quasi mit zwei Spielern weniger und musste kurz vor Schluß noch die entscheidenden Treffer hinnehmen.

Dabei sah es lange Zeit recht gut aus für die Gäste. Aus einer sehr defensive Ausrichtung heraus, die Hausherren mussten ja unbedingt gewinnen, ließ man relativ wenig zu. Halbe hatte zwar mehr Spielanteile und 1-2 gute Torchancen, doch ansonsten verpufften viele Ansätze wirkungslos. Zossen lauerte auf Konter und konnte immer wieder Nadelstiche setzen. Dadurch war die Partie lange Zeit offen. Doch erneut ließen sich die Gäste bei einer Standardsituation überrumpeln: bei einer Ecke für Halbe stimmte mal wieder nicht das Stellungsspiel und unbedrängt konnte der gegnerische Spielführer zum 1:0 einköpfen. Doch die Zossener Mannschaft zeigte das, was ihr die letzten Wochen vollkommen fehlte: Moral. Noch vor der Pause konnte die Partie gedreht werden. Zunächst schloß Andreas Böcker einen schönen und schnellen Konter zum Ausgleich ab, kurz vor dem Halbzeitpfiff verwandelte Marcel Ermisch einen Foulstrafstoß sicher zum 1:2.

Für die zweite Halbzeit stand dann die Behauptung im Raum, dass Halbe noch einmal alles geben wird, um die Partie für sich zu entscheiden und dass dann am Ende die cleverere Mannschaft gewinnen wird. Leider wurde diese Behauptung dann durch die oben genannten Verletzungen ad absurdum geführt, denn wenn man einfach sprichwörtlich auf dem Zahnfleisch kriecht und dadurch die Kräfte schwinden, hilft auch die größte Cleverness nur noch wenig. Die Gastgeber hatten kurz nach Wiederanpfiff eine hundertprozentige Tormöglichkeit, die Keeper Christian Günther großartig parierte, dann kam lange Zeit, trotz aller Bemühungen, nichts mehr von Halbe. Zossen hatte einige vielversprechende Konteransätze, die leider viel zu leichtfertig vergeben wurden. Als Halbe in der 78. Minute ein Tor aufgrund eines Handspiels vollkommen zurecht aberkannt wurde, schien der Sieg für die Gäste greifbar nahe. Doch der Spielgemeinschaft gelang in der 85. Minute nicht nur der Ausgleich, sondern in der Nachspielzeit durch einen mehr als fragwürdigen Foulstrafstoß der 3:2-Siegtreffer.

Am Ende war die Enttäuschung auf Zossener Seite groß, denn die anwesenden Spieler sind heute bis an ihre Grenzen gegangen und man darf ruhig die Behauptung aufstellen, dass man mit zwei zusätzlichen Wechselspielern den Sieg über die Runden gebracht hätte. Leider wird die Situation in der nächsten Saison augenscheinlich nicht besser – es besteht also höchster Handlungsbedarf!!

Aufstellung: Günther, Schröder, Kasubke, Martin (Diebert), Vetter, Schiemann, Reichert, Rösch, Mahn, Ermisch, A. Böcker
Tore: Böcker, Ermisch

MSV II - Union Bestensee II  0:2

Bei diesem Nachholspiel gegen den Aufstiegskandidaten aus Bestensee trat man mit einem Mix aus allen vier Männermannschaften des MSV an. Neben den übrig gebliebenen Spielern des Stammkaders der „Zwoten“ konnte auf Akteure der Ersten, Dritten und Vierten zurückgegriffen werden – doch gebracht hat es letztendlich nichts, wodurch die Möglichkeit des Abstiegs weiterhin vorhanden ist.

Besonders in den ersten 15 Minuten war es der Mannschaft, die dann auf dem Platz stand, deutlich anzumerken, dass ihr die Eingespieltheit fehlte. Die Gäste hätten drei Mal in Führung gehen können, zweimal trafen sie dabei glücklicherweise nur den Pfosten, bzw. die Latte. Erst mit zunehmender Spieldauer legte sich die Nervosität auf Zossener Seite und die Zuordnung stimmte halbwegs. Prompt lief es auch im Spiel nach vorne besser. Union bekam augenscheinlich ernste Probleme in der Defensive, wenn die Hausherren schnell und schnörkellos nach vorne spielten. Leider fehlte meist der letzte entscheidende Paß oder der konsequente Wille, den Abschluß zu suchen. Stets war ein Bestenseer Bein zur rettenden Aktion dazwischen. Und wie es sich für eine total verunsicherte Mannschaft gehört, die sich nach einer rasanten Talfahrt im Abstiegskampf befindet, leistet sich der MSV entscheidende individuelle Patzer, die dem Gegner die Tore ermöglichen. So geschah es dann auch bei der 1:0-Führung für die Gäste: die Zossener Abwehr erobert sich den Ball, verliert ihn aber leichtfertig mitten in der Vorwärtsbewegung; die dadurch entstandene Unruhe in der MSV-Abwehr konnte zum Führungstreffer genutzt werden (33. Minute). Auf Seiten der Gastgeber war nur kurz Resignation zu merken, der Wille, noch vor der Pause auszugleichen, war unverkennbar da. Doch mehr als eine gute Möglichkeit für Christian Gaebert, dessen Schuß aber genau auf den gegnerischen Keeper kam, war nicht zu verzeichnen.

Im zweiten Durchgang waren die Zossener zwar durchgängig bemüht, die Partie noch zu drehen, doch wirklich zählbares sprang nur selten heraus. Es fehlten sowohl die zündenden Ideen, als auch die Durchsetzungskraft. Viele Angriffe wurden leichtfertig vergeben, Pässe landeten im Nichts oder bei dem Gegner. Bestensee selbst spielte, mit der Führung im Rücken, auch nur noch das Nötigste (auch sie mussten für diese Partie auf Altherren-Spieler zurückgreifen), kam dann aber ca. eine Viertelstunde vor Schluß nach einem Konter noch zum 0:2, womit das Geschehen auf dem Platz endgültig entschieden war. Unterm Strich war die kämpferische Leistung der Zossener zufriedenstellend, doch im gesamten Spielaufbau agierte man einfach zu kopflos und umständlich.

Aufstellung: T. Böcker, Rösch, Gebuhr (S. Wetzel), Kasubke (Ermisch), Molnar, Mahn, Rabe, Reichert, Wickert, Griebnitz, Gaebert

 

MSV Zossen 07 e.V.